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Kategorie: John Michael Greer (Seite 1 von 3)

Zu Trump: alles schon gesagt

Man kann dem neu¬≠en ame¬≠ri¬≠ka¬≠ni¬≠schen C√§sar so eini¬≠ges vor¬≠wer¬≠fen ‚Äď sicher nicht, dass er sei¬≠ne Wahl¬≠kampf¬≠ver¬≠spre¬≠chen wie √ľblich am Tag des Amts¬≠an¬≠tritts ver¬≠ges¬≠sen h√§t¬≠te. W√§h¬≠rend er die Dekre¬≠te unter¬≠zeich¬≠net, mit denen der Bau einer Mau¬≠er an der Gren¬≠ze zu Mexi¬≠ko, die Abschaf¬≠fung der √∂ffent¬≠li¬≠chen F√∂r¬≠de¬≠rung von Kunst und Kul¬≠tur und die Ver¬≠ban¬≠nung der Kli¬≠ma¬≠for¬≠schung von den Web¬≠sei¬≠ten ame¬≠ri¬≠ka¬≠ni¬≠scher Beh√∂r¬≠den ein¬≠ge¬≠lei¬≠tet wird, soll¬≠te man sich einen Augen¬≠blick Zeit neh¬≠men, um den grie¬≠chi¬≠schen His¬≠to¬≠ri¬≠ker Poly¬≠bi¬≠os zu lesen, der sich vor √ľber zwei¬≠tau¬≠send Jah¬≠ren mit der Fra¬≠ge besch√§f¬≠tigt hat, wie sich im Ver¬≠lauf der (ihm damals bekann¬≠ten) Geschich¬≠te ver¬≠schie¬≠de¬≠ne Regie¬≠rungs¬≠for¬≠men ent¬≠wi¬≠ckel¬≠ten und wie¬≠der¬≠um von ande¬≠ren abge¬≠l√∂st wurden.

Aus dem Wer¬≠de¬≠gang der grie¬≠chi¬≠schen Stadt¬≠staa¬≠ten destil¬≠lier¬≠te er dabei einen Kreis¬≠lauf, bei dem in anf√§ng¬≠li¬≠cher Anar¬≠chie ent¬≠schlos¬≠se¬≠ne Gewalt¬≠men¬≠schen die Initia¬≠ti¬≠ve ergrei¬≠fen und als Tyran¬≠nen und K√∂ni¬≠ge die Macht ergrei¬≠fen, um dann von rebel¬≠lie¬≠ren¬≠den Aris¬≠to¬≠kra¬≠ten und Olig¬≠ar¬≠chen abge¬≠l√∂st zu wer¬≠den, die aller¬≠dings wie¬≠der¬≠um der all¬≠ge¬≠mei¬≠nen Volks¬≠herr¬≠schaft Platz machen m√ľs¬≠sen, wenn sich der demos gegen sie erhebt. Wei¬≠ter geht es so:

Haben sie dann die einen von ihnen get√∂¬≠tet die andern in die Ver¬≠ban¬≠nung gejagt, so wagen sie weder einen K√∂nig an ihre Spit¬≠ze zu stel¬≠len, da sie deren fr√ľ¬≠he¬≠re Unge¬≠rech¬≠tig¬≠keit noch f√ľrch¬≠ten, noch haben sie den Mut, den Staat einer Schar von Weni¬≠gen anzu¬≠ver¬≠trau¬≠en, da ihnen noch deren bis¬≠he¬≠ri¬≠ge Ver¬≠blen¬≠dung vor Augen steht, so wen¬≠den sie sich denn, da ihnen nur eine ein¬≠zi¬≠ge Hoff¬≠nung unge¬≠tr√ľbt bleibt, die zu sich sel¬≠ber, die¬≠ser zu, machen die Staats¬≠ver¬≠fas¬≠sung aus einer olig¬≠ar¬≠chi¬≠schen zu einer Demo¬≠kra¬≠tie und √ľber¬≠neh¬≠men sel¬≠ber die Vor¬≠sor¬≠ge und den Schutz des Gemein¬≠we¬≠sens. Und so lan¬≠ge noch eini¬≠ge von denen am Leben sind, wel¬≠che die Will¬≠k√ľr- und Gewalt¬≠herr¬≠schaft durch Erfah¬≠rung ken¬≠nen¬≠ge¬≠lernt haben, hal¬≠ten sie zufrie¬≠den mit der nun¬≠meh¬≠ri¬≠gen Ver¬≠fas¬≠sung die Gleich¬≠be¬≠rech¬≠ti¬≠gung und die Frei¬≠heit der Rede in Ehren.

Wenn aber ein jun¬≠ges Geschlecht an deren Stel¬≠le tritt und die Demo¬≠kra¬≠tie wie¬≠der an Kin¬≠der und Kin¬≠des¬≠kin¬≠der √ľber¬≠lie¬≠fert wird, dann suchen eini¬≠ge, indem sie wegen der lan¬≠gen Gewohn¬≠heit die Gleich¬≠be¬≠rech¬≠ti¬≠gung und Frei¬≠heit der Rede nicht mehr f√ľr etwas Gro¬≠√ües ach¬≠ten, mehr zu gel¬≠ten als das Volk; haupt¬≠s√§ch¬≠lich aber gera¬≠ten die, wel¬≠che an Ver¬≠m√∂¬≠gen her¬≠vor¬≠ra¬≠gen, auf die¬≠sen Abweg. Wenn sol¬≠che nun¬≠mehr sich nach √Ąmtern dr√§n¬≠gen und die¬≠se nicht durch sich sel¬≠ber und durch eige¬≠ne T√ľch¬≠tig¬≠keit erlan¬≠gen k√∂n¬≠nen, so ver¬≠geu¬≠den sie Hab und Gut indem sie die Men¬≠ge auf jede Wei¬≠se zu k√∂dern und zu ver¬≠f√ľh¬≠ren suchen. Haben sie die¬≠se nun ein¬≠mal in Fol¬≠ge ihrer unsin¬≠ni¬≠gen √Ąmter¬≠gier emp¬≠f√§ng¬≠lich und gie¬≠rig nach Geschen¬≠ken gemacht, dann l√∂st sich auch die Demo¬≠kra¬≠tie wie¬≠der auf, und an die Stel¬≠le der Demo¬≠kra¬≠tie tritt Gewalt und Herr¬≠schaft der Faust. Denn ist die Men¬≠ge ein¬≠mal dar¬≠an gew√∂hnt, sich von frem¬≠dem Gute zu n√§h¬≠ren und ihre Bli¬≠cke bei ihrem Lebens¬≠un¬≠ter¬≠halt auf die Besit¬≠zun¬≠gen ande¬≠rer zu rich¬≠ten, und bekommt sie einen hoch¬≠stre¬≠ben¬≠den und ent¬≠schlos¬≠se¬≠nen F√ľh¬≠rer, der aber durch Armut von den Ehren¬≠stel¬≠len im Staa¬≠te aus¬≠ge¬≠schlos¬≠sen ist, so schafft die¬≠ser dann eine Herr¬≠schaft der Faust, und um ihn geschart schrei¬≠tet das Volk zu Mord, Ver¬≠ban¬≠nun¬≠gen und neu¬≠en Ver¬≠tei¬≠lun¬≠gen des Lan¬≠des, bis es v√∂l¬≠lig ver¬≠wil¬≠dert wie¬≠der einen Zwing¬≠herrn und Mon¬≠ar¬≠chen findet.

(Quel­le, Recht­schrei­bung und Wort­wahl leicht modernisiert)

Es w√§re noch zu dis¬≠ku¬≠tie¬≠ren, ob Trump zu den¬≠je¬≠ni¬≠gen geh√∂rt, ¬Ľwel¬≠che an Ver¬≠m√∂¬≠gen her¬≠vor¬≠ra¬≠gen¬ę und mehr gel¬≠ten wol¬≠len als das Volk (das k√∂nn¬≠ten aber auch die Clin¬≠tons und ihre Gesell¬≠schafts¬≠schicht sein), oder zu den ¬Ľent¬≠schlos¬≠se¬≠nen F√ľh¬≠rern¬ę, um die her¬≠um sich das Volk schart, um die Ver¬≠h√§lt¬≠nis¬≠se zum Tan¬≠zen brin¬≠gen (wie man vor ein paar Jahr¬≠zehn¬≠ten zu sagen pfleg¬≠te). Durch ¬ĽArmut¬ę zeich¬≠net er sich nat√ľr¬≠lich nicht gera¬≠de aus, aber der Wil¬≠le zur Umw√§l¬≠zung alles Bestehen¬≠dem scheint ihm ja nicht abzu¬≠ge¬≠hen. Viel¬≠leicht spielt er bei¬≠de Rol¬≠len auf einmal.

Wer es noch etwas apo¬≠ka¬≠lyp¬≠ti¬≠scher haben m√∂ch¬≠te, darf die¬≠se Woche beim Erz¬≠drui¬≠den vor¬≠bei¬≠schau¬≠en (nein, nicht der von Reichs¬≠b√ľr¬≠gern): How Gre¬≠at the Fall Can Be.

1 ‚ÄĒ Zivilisation und Sukzession

In einem vor ein paar Wochen auf dem Arch¬≠druid Report ver¬≠√∂f¬≠fent¬≠lich¬≠ten Bei¬≠trag habe ich die schon etwas abge¬≠nutz¬≠te Meta¬≠pher von Hefepil¬≠zen in einer Petri¬≠scha¬≠le ver¬≠wen¬≠det, um die √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Beschr√§n¬≠kun¬≠gen zu illus¬≠trie¬≠ren, denen Homo sapi¬≠ens wie alle ande¬≠ren Lebens¬≠for¬≠men auch unter¬≠liegt. Eini¬≠ge Leser stie¬≠√üen sich an die¬≠sem Ver¬≠gleich und beharr¬≠ten mehr oder weni¬≠ger dar¬≠auf, dass Men¬≠schen viel intel¬≠li¬≠gen¬≠ter als Mikro¬≠ben w√§ren und daher f√ľr uns nicht die¬≠sel¬≠ben Regeln g√§l¬≠ten. So schmei¬≠chel¬≠haft ein sol¬≠ches Behar¬≠ren f√ľr die mensch¬≠li¬≠che Eitel¬≠keit auch sein mag, muss ich im Lich¬≠te der j√ľngs¬≠ten Ent¬≠wick¬≠lun¬≠gen doch dies¬≠be¬≠z√ľg¬≠lich eine gewis¬≠se Skep¬≠sis anmelden. 

Den bes¬≠ten der¬≠zeit ver¬≠f√ľg¬≠ba¬≠ren Daten zufol¬≠ge hat die welt¬≠wei¬≠te F√∂r¬≠de¬≠rung von kon¬≠ven¬≠tio¬≠nel¬≠lem Erd¬≠√∂l vor fast zwei Jah¬≠ren ihr Maxi¬≠mum erreicht und geht seit¬≠dem zur√ľck; die welt¬≠wei¬≠te F√∂r¬≠de¬≠rung und Gewin¬≠nung aller Fl√ľs¬≠sig¬≠brenn¬≠stof¬≠fe hat dem¬≠nach vor einem Jahr ihr Maxi¬≠mum erreicht und geht eben¬≠falls zur√ľck; vie¬≠le L√§n¬≠der der Drit¬≠ten Welt befin¬≠den sich in einer ver¬≠zwei¬≠fel¬≠ten Zwangs¬≠la¬≠ge, weil es f√ľr sie immer schwie¬≠ri¬≠ger wird, an fos¬≠si¬≠le Brenn¬≠stof¬≠fe zu kom¬≠men ‚Äď und poli¬≠ti¬≠sche wie Wirt¬≠schafts¬≠f√ľh¬≠rer √ľber¬≠all in der indus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠ten Welt, die durch die G√∂t¬≠ter¬≠d√§m¬≠me¬≠rung der bil¬≠li¬≠gen, im √úber¬≠fluss vor¬≠han¬≠de¬≠nen Ener¬≠gie sehr viel mehr zu ver¬≠lie¬≠ren hat als die Drit¬≠te Welt, behan¬≠deln das Hub¬≠bert-Maxi¬≠mum wei¬≠ter¬≠hin als Pro¬≠blem einer man¬≠gel¬≠haf¬≠ten √Ėffent¬≠lich¬≠keits¬≠ar¬≠beit. Falls wir tat¬≠s√§ch¬≠lich der¬≠art viel intel¬≠li¬≠gen¬≠ter als Mikro¬≠ben in einer Petri¬≠scha¬≠le sind, dass wir deren Schick¬≠sal ent¬≠kom¬≠men k√∂n¬≠nen, m√ľs¬≠sen wir den Beweis daf√ľr noch liefern. 

In einem tie¬≠fe¬≠ren Sinn gehen sol¬≠che Bemer¬≠kun¬≠gen nat√ľr¬≠lich eben¬≠so am eigent¬≠li¬≠chen Pro¬≠blem vor¬≠bei wie die Behaup¬≠tun¬≠gen, deren Per¬≠si¬≠flie¬≠rung sie die¬≠nen sol¬≠len. Die Meta¬≠pher mit der Petri¬≠scha¬≠le ist des¬≠halb so n√ľtz¬≠lich, weil sie die Funk¬≠ti¬≠ons¬≠wei¬≠se von √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Pro¬≠zes¬≠sen in einem Kon¬≠text auf¬≠zeigt, der ein¬≠fach genug ist, um ein kla¬≠res Ver¬≠st√§nd¬≠nis zu erm√∂g¬≠li¬≠chen. Das¬≠sel¬≠be Mus¬≠ter l√§sst sich in kom¬≠ple¬≠xe¬≠ren bio¬≠lo¬≠gi¬≠schen Sys¬≠te¬≠men aus¬≠fin¬≠dig machen, zu denen auch mensch¬≠li¬≠che Gesell¬≠schaf¬≠ten z√§h¬≠len. Die Logik der Petri¬≠scha¬≠le ist letz¬≠ten Endes die¬≠sel¬≠be, die hin¬≠ter den Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠chen auf der Oster¬≠in¬≠sel und im zen¬≠tra¬≠len Maya-Tief¬≠land stand: Wenn man die f√ľr das √úber¬≠le¬≠ben not¬≠wen¬≠di¬≠gen Res¬≠sour¬≠cen nicht nach¬≠hal¬≠tig nutzt, kommt es zur klas¬≠si¬≠schen Kur¬≠ve des √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Sys¬≠tem¬≠√ľber¬≠schwin¬≠gens (Over¬≠shoot) ‚Äď erst schnel¬≠les Bev√∂l¬≠ke¬≠rungs¬≠wachs¬≠tum, dann eben¬≠so schnel¬≠les Absterben. 

Die Mensch¬≠heit steht in die¬≠ser Hin¬≠sicht eben¬≠so wenig √ľber den Zw√§n¬≠gen √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠scher Pro¬≠zes¬≠se, wie sie √ľber dem Gesetz der Schwer¬≠kraft steht. Die Erfin¬≠dung des Flug¬≠zeugs bedeu¬≠tet nicht, dass das Gesetz der Schwer¬≠kraft auf uns nicht mehr zutrifft; sie bedeu¬≠tet ledig¬≠lich, dass wir uns unter Ein¬≠satz gro¬≠√üer Men¬≠gen von Ener¬≠gie der Schwer¬≠kraft ent¬≠ge¬≠gen¬≠stem¬≠men und eine Zeit lang vom Boden l√∂sen k√∂n¬≠nen. Das¬≠sel¬≠be Prin¬≠zip gilt f√ľr die Geset¬≠ze der √Ėko¬≠lo¬≠gie. Es sind unge¬≠heu¬≠re Men¬≠gen von Ener¬≠gie, mit deren Hil¬≠fe eine Min¬≠der¬≠heit der Welt¬≠be¬≠v√∂l¬≠ke¬≠rung es eine Zeit lang geschafft hat, sich √ľber das Niveau der rei¬≠nen Sub¬≠sis¬≠tenz¬≠wirt¬≠schaft zu erhe¬≠ben, aber das bedeu¬≠tet nicht, dass die Geset¬≠ze der √Ėko¬≠lo¬≠gie auf uns nicht mehr zutref¬≠fen. Es bedeu¬≠tet, dass es uns drei¬≠hun¬≠dert Jah¬≠re lang gelun¬≠gen ist, die uns von die¬≠sen Geset¬≠zen auf¬≠er¬≠leg¬≠ten Gren¬≠zen zu √ľber¬≠win¬≠den, indem wir mas¬≠sen¬≠haft fos¬≠si¬≠le Brenn¬≠stof¬≠fe in Koh¬≠len¬≠di¬≠oxid umge¬≠wan¬≠delt haben. Wenn die fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fe weg sind, gel¬≠ten die Geset¬≠ze immer noch. 

Eines der zen¬≠tra¬≠len Prin¬≠zi¬≠pi¬≠en der √Ėko¬≠lo¬≠gie besteht sogar dar¬≠in, dass √§hn¬≠li¬≠che Mus¬≠ter auf vie¬≠len unter¬≠schied¬≠li¬≠chen Kom¬≠ple¬≠xi¬≠t√§ts¬≠ebe¬≠nen aus¬≠ge¬≠macht wer¬≠den k√∂n¬≠nen. Der Intel¬≠li¬≠genz¬≠un¬≠ter¬≠schied zwi¬≠schen Hefepil¬≠zen und Rot¬≠wild ist um ein Viel¬≠fa¬≠ches gr√∂¬≠√üer als der zwi¬≠schen Rot¬≠wild und Men¬≠schen, und doch durch¬≠lau¬≠fen die Popu¬≠la¬≠tio¬≠nen von Hefepil¬≠zen und Rot¬≠wild exakt die glei¬≠chen Zyklen von Wachs¬≠tum und Abster¬≠ben, sofern nicht R√§u¬≠ber-Beu¬≠te-Bezie¬≠hun¬≠gen, son¬≠dern die Res¬≠sour¬≠cen¬≠ver¬≠f√ľg¬≠bar¬≠keit den wesent¬≠li¬≠chen begren¬≠zen¬≠den Fak¬≠tor f√ľr die Popu¬≠la¬≠ti¬≠ons¬≠dich¬≠te dar¬≠stellt. Es ist daher sinn¬≠voll, √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠sche Mus¬≠ter bei ande¬≠ren Lebe¬≠we¬≠sen auf Hin¬≠wei¬≠se zu unter¬≠su¬≠chen, wel¬≠che Trieb¬≠kr√§f¬≠te den ent¬≠spre¬≠chen¬≠den Pro¬≠zes¬≠sen bei mensch¬≠li¬≠chen Gesell¬≠schaf¬≠ten zugrun¬≠de liegen. 

Ein √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠sches Mus¬≠ter, dem wir uns zu Beginn unse¬≠res lan¬≠gen Hin¬≠un¬≠ter¬≠rut¬≠schens auf der R√ľck¬≠sei¬≠te der Hub¬≠bert-Kur¬≠ve mit gr√∂√ü¬≠ter Auf¬≠merk¬≠sam wid¬≠men soll¬≠ten, ist ein Pro¬≠zess, der als ‚ÄúSuk¬≠zes¬≠si¬≠on‚ÄĚ bezeich¬≠net wird. Wer von mei¬≠nen Lesern unklug genug war, ein Haus in einem der rie¬≠si¬≠gen und zumeist noch gro¬≠√üen¬≠teils unver¬≠kauf¬≠ten Wohn¬≠ge¬≠bie¬≠te zu kau¬≠fen, die auf dem H√∂he¬≠punkt der gera¬≠de plat¬≠zen¬≠den Immo¬≠bi¬≠li¬≠en¬≠bla¬≠se erschlos¬≠sen wur¬≠den, wird im Lauf der n√§chs¬≠ten Jah¬≠re aus¬≠rei¬≠chend Anschau¬≠ungs¬≠ma¬≠te¬≠ri¬≠al zum The¬≠ma Suk¬≠zes¬≠si¬≠on haben, daher gibt es m√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se mehr als einen Anlass, das Kon¬≠zept hier zusam¬≠men¬≠fas¬≠send darzustellen. 

Stel¬≠len Sie sich ein mit dem Bull¬≠do¬≠zer pla¬≠nier¬≠tes nack¬≠tes St√ľck Erde vor, auf das j√§hr¬≠lich so viel Regen f√§llt, dass dort ein Wald wach¬≠sen kann. Lan¬≠ge bevor das ein¬≠sa¬≠me Schild mit ‚ÄúHier ent¬≠steht dem¬≠n√§chst ein Vil¬≠len¬≠park‚ÄĚ zu Boden gefal¬≠len ist, hat der Wind die Samen inva¬≠si¬≠ver Unkr√§u¬≠ter her¬≠an¬≠ge¬≠bracht auf der Erde ver¬≠teilt, und es kommt zu einem ers¬≠ten Bewuchs. Die¬≠ser bahnt den Weg f√ľr ande¬≠re Unkr√§u¬≠ter und Gr√§¬≠ser, die schlie√ü¬≠lich die Ers¬≠tan¬≠k√∂mm¬≠lin¬≠ge ver¬≠dr√§n¬≠gen. Nach ein paar Jah¬≠ren erhe¬≠ben sich die ers¬≠ten Str√§u¬≠cher und Pio¬≠nier¬≠b√§u¬≠me und wer¬≠den zu for¬≠ma¬≠ti¬≠ven Arten f√ľr einen jun¬≠gen Wald, der die √ľbrig geblie¬≠be¬≠nen Unkr√§u¬≠ter und Gr√§¬≠ser √ľber¬≠schat¬≠tet. In die¬≠sem Schat¬≠ten kei¬≠men dann die Sch√∂ss¬≠lin¬≠ge ande¬≠rer Baum¬≠ar¬≠ten auf. Wenn der Pro¬≠zess nicht noch irgend¬≠wie gest√∂rt wird, kann der ver¬≠las¬≠se¬≠ne Bau¬≠platz bis zu einem Dut¬≠zend ver¬≠schie¬≠de¬≠ner Sta¬≠di¬≠en durch¬≠lau¬≠fen, bis er schlie√ü¬≠lich ein paar Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te sp√§¬≠ter als alt¬≠be¬≠stehen¬≠der Wald zur Ruhe kommt. 

Dies ist der Vor¬≠gang, der in der √Ėko¬≠lo¬≠gie als Suk¬≠zes¬≠si¬≠on bezeich¬≠net wird. Jeder Schritt auf dem Weg von der nack¬≠ten Erde zum Alt¬≠holz¬≠be¬≠stand ist dabei eine ‚ÄúSere‚ÄĚ oder ein ‚Äúsera¬≠les Sta¬≠di¬≠um‚ÄĚ. Der¬≠sel¬≠be Pro¬≠zess formt die Tier¬≠po¬≠pu¬≠la¬≠ti¬≠on des unge¬≠nutz¬≠ten Bau¬≠lands: Eine Art nach der ande¬≠ren wan¬≠dert in das Gebiet ein, bis sie durch eine ande¬≠re ersetzt wird, die bes¬≠ser an die sich wan¬≠deln¬≠den Umwelt¬≠be¬≠din¬≠gun¬≠gen und das jewei¬≠li¬≠ge Nah¬≠rungs¬≠an¬≠ge¬≠bot ange¬≠passt ist. Auch unter der Erd¬≠ober¬≠fl√§¬≠che herr¬≠schen die¬≠sel¬≠ben Bedin¬≠gun¬≠gen, d. h. das schwin¬≠del¬≠erre¬≠gend kom¬≠ple¬≠xe Gewe¬≠be der Lebens¬≠for¬≠men, das einen gesun¬≠den Boden aus¬≠macht, for¬≠miert sich zun√§chst neu und durch¬≠l√§uft dann sei¬≠ne eige¬≠nen √Ąnde¬≠rungs¬≠zy¬≠klen. Unge¬≠nutz¬≠tes Bau¬≠land in einer ande¬≠ren √Ėko¬≠re¬≠gi¬≠on w√ľr¬≠de ein ganz ande¬≠res Bild abge¬≠ben und eine ande¬≠re Fol¬≠ge sera¬≠ler Sta¬≠di¬≠en durch¬≠lau¬≠fen, bis das Kli¬≠max¬≠sta¬≠di¬≠um erreicht ist ‚Äď dies ist die Bezeich¬≠nung f√ľr die letz¬≠te, rela¬≠tiv sta¬≠bi¬≠le Sere in einem voll¬≠ent¬≠wi¬≠ckel¬≠ten √Ėko¬≠sys¬≠tem, wie etwa der alt¬≠be¬≠stehen¬≠de Wald in unse¬≠rem Bei¬≠spiel. Die Details unter¬≠schie¬≠den sich jeweils, aber das Grund¬≠mus¬≠ter ist identisch. 

Ein wesent¬≠li¬≠ches Kenn¬≠zei¬≠chen des Mus¬≠ters ist die Art, wie in anf√§ng¬≠li¬≠chen bzw. sp√§¬≠te¬≠ren sera¬≠len Sta¬≠di¬≠en mit Ener¬≠gie und ande¬≠ren Res¬≠sour¬≠cen umge¬≠gan¬≠gen wird. Die in anf√§ng¬≠li¬≠chen sera¬≠len Sta¬≠di¬≠en auf¬≠tre¬≠ten¬≠den Arten ‚Äď im √Ėko¬≠lo¬≠gen¬≠jar¬≠gon: ‚Äúr‚ÄĎselektiert‚ÄĚ oder ‚Äúr‚ÄĎStrategen‚ÄĚ ‚Äď maxi¬≠mie¬≠ren in der Regel ihre Kon¬≠trol¬≠le der Res¬≠sour¬≠cen und ihre Pro¬≠duk¬≠ti¬≠on von Bio¬≠mas¬≠se, auch wenn dies eine inef¬≠fi¬≠zi¬≠en¬≠te Nut¬≠zung von Res¬≠sour¬≠cen und Ener¬≠gie bedeu¬≠tet. Unkr√§u¬≠ter sind ein klas¬≠si¬≠sches Bei¬≠spiel f√ľr r‚ÄĎStrategen: Sie wach¬≠sen schnell, brei¬≠ten sich rasch aus und wer¬≠den unter¬≠dr√ľckt, sobald sich lang¬≠sa¬≠mer wach¬≠sen¬≠de Pflan¬≠zen eta¬≠bliert haben oder die reich¬≠lich vor¬≠han¬≠de¬≠nen Res¬≠sour¬≠cen, die ihr schnel¬≠les Wachs¬≠tum erm√∂g¬≠licht haben, knapp wer¬≠den. Arten, die eher in sp√§¬≠te¬≠ren sera¬≠len Sta¬≠di¬≠en ver¬≠brei¬≠tet sind ‚Äď ‚ÄúK‚ÄĎselektiert‚ÄĚ oder ‚ÄúK‚ÄĎStrategen‚ÄĚ ‚Äď maxi¬≠mie¬≠ren ihre Effi¬≠zi¬≠enz bei der Nut¬≠zung von Res¬≠sour¬≠cen und Ener¬≠gie, auch wenn dies bedeu¬≠tet, dass sie nur begrenzt Bio¬≠mas¬≠se pro¬≠du¬≠zie¬≠ren oder nicht in alle ver¬≠f√ľg¬≠ba¬≠ren √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Nischen vor¬≠sto¬≠√üen. Hart¬≠holz¬≠b√§u¬≠me der gem√§¬≠√üig¬≠ten Zone sind ein klas¬≠si¬≠sches Bei¬≠spiel f√ľr K‚ÄĎStrategen: Sie wach¬≠sen lang¬≠sam, ben√∂¬≠ti¬≠gen Jah¬≠re, um aus¬≠zu¬≠wach¬≠sen, und √ľber¬≠dau¬≠ern, wenn man sie in Ruhe l√§sst, Jahrhunderte. 

Man muss nur die¬≠ses Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠mo¬≠dell auf die √Ėko¬≠lo¬≠gie des Men¬≠schen √ľber¬≠tra¬≠gen, um zu einer bemer¬≠kens¬≠wert n√ľtz¬≠li¬≠chen Sicht¬≠wei¬≠se der Zwangs¬≠la¬≠ge zu gelan¬≠gen, in der sich die heu¬≠ti¬≠ge Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft befin¬≠det. In der Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons-Ter¬≠mi¬≠no¬≠lo¬≠gie aus¬≠ge¬≠dr√ľckt befin¬≠den wir uns im √úber¬≠gang zwi¬≠schen einer r‚ÄĎselektierten Sere und einer k‚ÄĎselektierten Sere, die ers¬≠te¬≠re erset¬≠zen wird. Die indus¬≠tri¬≠el¬≠len Wirt¬≠schafts¬≠sys¬≠te¬≠me der Gegen¬≠wart maxi¬≠mie¬≠ren ‚Äď wie jede ande¬≠re r‚ÄĎselektierte Sere auch ‚Äď die Pro¬≠duk¬≠ti¬≠on auf Kos¬≠ten der Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit; die erfolg¬≠rei¬≠chen Wirt¬≠schafts¬≠sys¬≠te¬≠me der Zukunft, die einer Welt ohne den preis¬≠g√ľns¬≠ti¬≠gen Ener¬≠gie¬≠√ľber¬≠fluss von heu¬≠te gerecht wer¬≠den m√ľs¬≠sen, wer¬≠den ihre Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit auf Kos¬≠ten der Pro¬≠duk¬≠ti¬≠on maxi¬≠mie¬≠ren m√ľs¬≠sen ‚Äď wie jede ande¬≠re K‚ÄĎselektierte Sere auch. 

Um die¬≠sen Vor¬≠gang in die rich¬≠ti¬≠ge Per¬≠spek¬≠ti¬≠ve zu brin¬≠gen, muss man den Fak¬≠tor des evo¬≠lu¬≠tio¬≠n√§¬≠ren Wan¬≠dels mit ein¬≠be¬≠zie¬≠hen, denn Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten sind nur vom Stand¬≠punkt der mensch¬≠li¬≠chen Lebens¬≠span¬≠ne aus betrach¬≠tet sta¬≠bil. Sie wan¬≠deln sich durch √Ąnde¬≠run¬≠gen der Umwelt oder ‚Äď und dies oft¬≠mals sehr viel schnel¬≠ler ‚Äď durch die Ankunft einer neu¬≠en Art in der betref¬≠fen¬≠den Regi¬≠on. Manch¬≠mal l√§sst die¬≠ser letz¬≠te¬≠re Pro¬≠zess die Suk¬≠zes¬≠si¬≠on eine Zeit lang in umge¬≠kehr¬≠ter Rich¬≠tung ablau¬≠fen. Wenn bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se eine r‚ÄĎselektierte Art die domi¬≠nan¬≠te Art einer K‚ÄĎselektierten Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ver¬≠dr√§ngt, wird die Suk¬≠zes¬≠si¬≠on am Ende wie¬≠der in die gewohn¬≠te Rich¬≠tung ablau¬≠fen, aber die neue Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft sieht m√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se ganz anders aus als die alte. 

Man muss die¬≠sen Gedan¬≠ken nur auf die Human¬≠√∂ko¬≠lo¬≠gie von bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se Nord¬≠ame¬≠ri¬≠ka √ľber¬≠tra¬≠gen und kann leicht das¬≠sel¬≠be Mus¬≠ter fin¬≠den. Eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft von K‚ÄĎselektierten Gar¬≠ten¬≠bau- und Wild¬≠beu¬≠ter¬≠kul¬≠tu¬≠ren der Urein¬≠woh¬≠ner wur¬≠de von einer inva¬≠si¬≠ven euro¬≠p√§i¬≠schen Bau¬≠ern-Sere mit sehr viel st√§r¬≠ker r‚ÄĎselektierter √Ėko¬≠lo¬≠gie zer¬≠st√∂rt und fast voll¬≠st√§n¬≠dig ersetzt. Nicht lan¬≠ge, nach¬≠dem die neue Gesell¬≠schaft sich ein¬≠ge¬≠nis¬≠tet hat¬≠te, und bevor die Suk¬≠zes¬≠si¬≠on sie wie¬≠der¬≠um in Rich¬≠tung einer eher K‚ÄĎselektierten √Ėko¬≠lo¬≠gie dr√§n¬≠gen konn¬≠te, trat eine zwei¬≠te inva¬≠si¬≠ve Sere ‚Äď die Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ‚Äď auf, die auf Res¬≠sour¬≠cen zugrei¬≠fen konn¬≠te, die den ande¬≠ren bei¬≠den Seren ver¬≠wehrt waren. Die¬≠se zwei¬≠te inva¬≠si¬≠ve Sere, die ers¬≠te ihrer Art auf dem gesam¬≠ten Pla¬≠ne¬≠ten, mar¬≠kier¬≠te das √§u√üers¬≠te Extrem des r‚ÄĎselektierten Spek¬≠trums; ihre F√§hig¬≠keit zur Aus¬≠beu¬≠tung und Nut¬≠zung unge¬≠heu¬≠rer Ener¬≠gie¬≠men¬≠gen erm√∂g¬≠lich¬≠te es ihr, die vor¬≠an¬≠ge¬≠hen¬≠de Bau¬≠ern-Sere zu domi¬≠nie¬≠ren und die √úber¬≠bleib¬≠sel der alten Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft an den Rand des Aus¬≠ster¬≠bens zu bringen. 

Wie alle r‚ÄĎselektierten Seren war die Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft aller¬≠dings an zwei Flan¬≠ken ver¬≠letz¬≠lich. Wie bei allen fr√ľ¬≠hen sera¬≠len Sta¬≠di¬≠en einer Suk¬≠zes¬≠si¬≠on bestand das Risi¬≠ko, dass eine effi¬≠zi¬≠en¬≠te¬≠re K‚ÄĎselektierte Sere sie letzt¬≠end¬≠lich ver¬≠dr√§n¬≠gen w√ľr¬≠de, und ihre F√§hig¬≠keit zur Nut¬≠zung von Res¬≠sour¬≠cen in nicht-nach¬≠hal¬≠ti¬≠ger Wei¬≠se mach¬≠te sie anf√§l¬≠lig f√ľr zer¬≠st√∂¬≠re¬≠ri¬≠sche Zyklen star¬≠ken Wachs¬≠tums und eben¬≠so star¬≠ken Abster¬≠bens, die mehr oder weni¬≠ger garan¬≠tier¬≠ten, dass sie letzt¬≠end¬≠lich durch eine effi¬≠zi¬≠en¬≠te¬≠re Sere ersetzt wer¬≠den w√ľr¬≠de. Bei¬≠de Pro¬≠zes¬≠se sind in vol¬≠lem Gan¬≠ge. Die Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft befin¬≠det sich zum jet¬≠zi¬≠gen Zeit¬≠punkt weit in der √úber¬≠schwing¬≠pha¬≠se, was irgend¬≠ei¬≠ne Art von Zusam¬≠men¬≠bruch mehr oder weni¬≠ger unver¬≠meid¬≠lich macht. Gleich¬≠zei¬≠tig schie¬≠√üen seit den 1970ern sicht¬≠ba¬≠re Spr√∂ss¬≠lin¬≠ge der effi¬≠zi¬≠en¬≠te¬≠ren K‚ÄĎselektierten mensch¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠me der Zukunft aus dem Boden, unter ande¬≠rem in Form eines rasch wach¬≠sen¬≠den Net¬≠zes von Bio¬≠bau¬≠ern¬≠h√∂¬≠fen, loka¬≠len Bau¬≠ern¬≠m√§rk¬≠ten, ange¬≠mes¬≠se¬≠nen Tech¬≠no¬≠lo¬≠gien oder alter¬≠na¬≠ti¬≠ven Denk¬≠wei¬≠sen und Philosophien. 

In die¬≠sem Zusam¬≠men¬≠hang muss auf drei wesent¬≠li¬≠che Punk¬≠te hin¬≠ge¬≠wie¬≠sen wer¬≠den. Ers¬≠tens besteht einer der Unter¬≠schie¬≠de zwi¬≠schen Men¬≠schen und ande¬≠ren Orga¬≠nis¬≠men dar¬≠in, dass mensch¬≠li¬≠che √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠me eher kul¬≠tu¬≠rell als bio¬≠lo¬≠gisch deter¬≠mi¬≠niert sind. Die¬≠sel¬≠ben Indi¬≠vi¬≠du¬≠en sind wenigs¬≠tens theo¬≠re¬≠tisch in der Lage, von einem r‚ÄĎselektierten zu einem K‚ÄĎselektierten mensch¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠tem zu wech¬≠seln, indem sie ihre Exis¬≠ten¬≠zwei¬≠se √§ndern. Da es unwahr¬≠schein¬≠lich ist, dass ein K‚ÄĎselektiertes mensch¬≠li¬≠ches √Ėko¬≠sys¬≠tem schnell genug aus¬≠ge¬≠dehnt wer¬≠den kann, um die durch das Ver¬≠ge¬≠hen der r‚ÄĎselektierten Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ent¬≠ste¬≠hen¬≠de L√ľcke aus¬≠zu¬≠f√ľl¬≠len, ist f√ľr viel¬≠leicht die n√§chs¬≠ten hun¬≠dert Jah¬≠re trotz allem mit gro¬≠√üem mensch¬≠li¬≠chen Leid und vie¬≠len Zer¬≠st√∂¬≠run¬≠gen zu rech¬≠nen. Trotz¬≠dem wer¬≠den die¬≠je¬≠ni¬≠gen, die gewillt sind, den √úber¬≠gang zu einer K‚ÄĎselektierten Lebens¬≠wei¬≠se eher fr√ľ¬≠her als sp√§¬≠ter in Angriff zu neh¬≠men, in der Auf¬≠l√∂¬≠sung der indus¬≠tri¬≠el¬≠len Sys¬≠te¬≠me m√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se Chan¬≠cen zum √úber¬≠le¬≠ben oder sogar zu einem gedeih¬≠li¬≠chen Aus¬≠kom¬≠men finden. 

Zwei¬≠tens muss ich kurz auf das The¬≠ma des Bei¬≠trags der letz¬≠ten Woche aus dem Arch¬≠druid Report zur√ľck¬≠kom¬≠men, ‚ÄúDas Fer¬≠mi-Para¬≠do¬≠xon‚ÄĚ. Wie in dem erw√§hn¬≠ten Bei¬≠trag erl√§u¬≠tert, wird bei dem Para¬≠do¬≠xon im Kern davon aus¬≠ge¬≠gan¬≠gen, dass das heu¬≠ti¬≠ge, enor¬≠me Ener¬≠gie¬≠men¬≠gen ver¬≠schwen¬≠den¬≠de Sys¬≠tem bruch¬≠los in die Zukunft fort¬≠ge¬≠setzt wird, und dass noch fort¬≠schritt¬≠li¬≠che¬≠ren Gesell¬≠schaf¬≠ten sogar noch mehr Ener¬≠gie zur Ver¬≠f√ľ¬≠gung ste¬≠hen wird, die sie noch ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠scher ein¬≠set¬≠zen wer¬≠den. Das Kon¬≠zept der Suk¬≠zes¬≠si¬≠on impli¬≠ziert ein radi¬≠kal ande¬≠res Kon¬≠zept der m√∂g¬≠li¬≠chen Erschei¬≠nungs¬≠form einer fort¬≠schritt¬≠li¬≠che¬≠ren Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on. Die moder¬≠ne Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft hier auf der Erde ist das genaue Gegen¬≠st√ľck der ers¬≠ten Sere von Pio¬≠nier-Unkr√§u¬≠tern auf dem oben erw√§hn¬≠ten unge¬≠nutz¬≠ten Bau¬≠land ‚Äď schnell wach¬≠send, res¬≠sour¬≠cen¬≠hung¬≠rig, inef¬≠fi¬≠zi¬≠ent und dazu bestimmt, im wei¬≠te¬≠ren Ver¬≠lauf der Suk¬≠zes¬≠si¬≠on durch effi¬≠zi¬≠en¬≠te¬≠re, K‚ÄĎselektierte Seren ersetzt zu werden. 

Eine wirk¬≠lich fort¬≠schritt¬≠li¬≠che Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on, auf die¬≠sem oder auf ande¬≠ren Pla¬≠ne¬≠ten, hat m√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se mehr mit einer Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft gemein: Sie k√∂nn¬≠te sehr beschei¬≠de¬≠ne Ener¬≠gie- und Res¬≠sour¬≠cen¬≠men¬≠gen mit hoher Effi¬≠zi¬≠enz nut¬≠zen, die Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit maxi¬≠mie¬≠ren und lang¬≠fris¬≠ti¬≠gen Auf¬≠bau betrei¬≠ben. Eine sol¬≠che Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on w√§re in den Wei¬≠ten des inter¬≠stel¬≠la¬≠ren Raums schwer zu ent¬≠de¬≠cken, und die Begrenzt¬≠heit der ver¬≠f√ľg¬≠ba¬≠ren Ener¬≠gie¬≠men¬≠gen w√ľr¬≠de es extrem unwahr¬≠schein¬≠lich machen, dass sie ver¬≠su¬≠chen k√∂nn¬≠te, die¬≠se Wei¬≠ten zu √ľber¬≠win¬≠den. Dadurch w√ľr¬≠de sie als Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on kaum zu einem Fehl¬≠schlag, au√üer in den Augen der¬≠je¬≠ni¬≠gen, denen die Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ter-Phan¬≠ta¬≠sien der Sci¬≠ence-Fic¬≠tion √ľber alles gehen. 

Drit¬≠tens geht es um The¬≠men, die einen zen¬≠tra¬≠len Bestand¬≠teil der zuk√ľnf¬≠tig hier erschei¬≠nen¬≠den Bei¬≠tr√§¬≠ge in die¬≠sem Blog bil¬≠den wer¬≠den. Die Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, die auf einen Zeit¬≠raum aus¬≠ge¬≠dehn¬≠ter √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠scher Zer¬≠r√ľt¬≠tun¬≠gen und das Auf¬≠tre¬≠ten neu¬≠er Arten¬≠zu¬≠sam¬≠men¬≠set¬≠zun¬≠gen folgt, hat in der Regel wenig gemein mit den Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten, die vor dem Auf¬≠tre¬≠ten der Zer¬≠r√ľt¬≠tun¬≠gen bestand. In ana¬≠lo¬≠ger Wei¬≠se, und aus mehr oder weni¬≠ger den¬≠sel¬≠ben Gr√ľn¬≠den, sind Behaup¬≠tun¬≠gen, dass die deindus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠te Welt not¬≠wen¬≠di¬≠ger¬≠wei¬≠se das¬≠sel¬≠be Aus¬≠se¬≠hen anneh¬≠men wird wie irgend¬≠ei¬≠ne Gesell¬≠schaft der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit ‚Äď ob es sich dabei um die Welt des Mit¬≠tel¬≠al¬≠ters, Wild¬≠beu¬≠ter-Stam¬≠mes¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten oder sons¬≠ti¬≠ge Phan¬≠ta¬≠sien han¬≠delt ‚Äď, mit mehr als den √ľbli¬≠chen Vor¬≠be¬≠hal¬≠ten zu genie¬≠√üen. Der Gro√ü¬≠teil des Erbes der heu¬≠ti¬≠gen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten wird in der vor uns lie¬≠gen¬≠den Zukunft nicht halt¬≠bar sein, aber nicht das gesam¬≠te Erbe. Eini¬≠ge Tech¬≠no¬≠lo¬≠gien der Gegen¬≠wart und j√ľngs¬≠ten Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit k√∂nn¬≠ten in den mensch¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men der deindus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠ten Zukunft durch¬≠aus wei¬≠ter¬≠hin eine wich¬≠ti¬≠ge Rol¬≠le spie¬≠len, und vie¬≠le ande¬≠re k√∂n¬≠nen uns hel¬≠fen, den Nie¬≠der¬≠gang ertr√§g¬≠li¬≠cher zu gestal¬≠ten. Eini¬≠ge der Optio¬≠nen abzu¬≠ste¬≠cken kann uns heu¬≠te, wo kon¬≠struk¬≠ti¬≠ves Han¬≠deln drin¬≠gend erfor¬≠der¬≠lich ist, dabei hel¬≠fen, die rich¬≠ti¬≠gen Ent¬≠schei¬≠dun¬≠gen zu treffen. 

26. Sep¬≠tem¬≠ber 2007

2 ‚ÄĒ Auf dem Weg in eine √Ėkotechnik-Gesellschaft

Eine der Fol¬≠gen, die sich aus dem ernst¬≠haf¬≠ten Erw√§¬≠gen √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠scher Model¬≠le als Erkl√§¬≠rungs¬≠mus¬≠ter f√ľr das Dilem¬≠ma unse¬≠rer Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft erge¬≠ben, besteht dar¬≠in, dass vie¬≠le der all¬≠t√§g¬≠li¬≠chen Pr√§¬≠mis¬≠sen, auf denen unse¬≠re heu¬≠ti¬≠ge Kul¬≠tur auf¬≠baut, offen¬≠bar auf den Kopf gestellt wer¬≠den m√ľssen. 

Bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se begrei¬≠fen heu¬≠te vie¬≠le der¬≠je¬≠ni¬≠gen, die sich sei¬≠ner √ľber¬≠haupt bewusst sind, das dro¬≠hen¬≠de Hub¬≠bert-Maxi¬≠mum als Pro¬≠blem einer neu¬≠en Ener¬≠gie¬≠quel¬≠le, die es zu fin¬≠den gilt, damit wir die Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft in ihrer der¬≠zei¬≠ti¬≠gen Form fort¬≠set¬≠zen k√∂nnen. 

Vom Stand¬≠punkt der √Ėko¬≠lo¬≠gie aus betrach¬≠tet ist die¬≠ses Den¬≠ken eine Art Mus¬≠ter¬≠bei¬≠spiel f√ľr Wider¬≠sin¬≠nig¬≠keit, denn es ist ja genau die der¬≠zei¬≠ti¬≠ge Form der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, die unse¬≠re Zwangs¬≠la¬≠ge so unaus¬≠weich¬≠lich macht. 

So, wie sie sich heu¬≠te dar¬≠stellt, l√§sst sich die indus¬≠tri¬≠el¬≠le √Ėko¬≠no¬≠mie in √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠scher Hin¬≠sicht am bes¬≠ten als raf¬≠fi¬≠nier¬≠ter Plan beschrei¬≠ben, des¬≠sen Ziel in der schnellst¬≠m√∂g¬≠li¬≠chen Ver¬≠wand¬≠lung von Res¬≠sour¬≠cen in Schad¬≠stof¬≠fe besteht. Von daher sind Res¬≠sour¬≠cen¬≠er¬≠sch√∂p¬≠fung und Umwelt¬≠ver¬≠schmut¬≠zung nicht etwa uner¬≠w√ľnsch¬≠te Neben¬≠er¬≠schei¬≠nun¬≠gen des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus, son¬≠dern sie erge¬≠ben sich aus des¬≠sen Grund¬≠struk¬≠tur: Je schnel¬≠ler Res¬≠sour¬≠cen zu Schad¬≠stof¬≠fen wer¬≠den, des¬≠to bes¬≠ser gedeiht die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Wirt¬≠schaft, und umge¬≠kehrt. Dies ist der Kern unse¬≠res Dilemmas. 

Das Hub¬≠bert-Maxi¬≠mum ist ein¬≠fach das Sym¬≠ptom einer umfas¬≠sen¬≠de¬≠ren Kri¬≠se ‚Äď der fun¬≠da¬≠men¬≠ta¬≠len Nicht-Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit eines Sys¬≠tems, das sich unter der Ziel¬≠set¬≠zung her¬≠aus¬≠ge¬≠bil¬≠det hat, den Ver¬≠brauch von Res¬≠sour¬≠cen auf einem end¬≠li¬≠chen Pla¬≠ne¬≠ten unend¬≠lich zu machen ‚Äď, und wenn man die¬≠ses Pro¬≠blem l√∂sen will, ohne den gr√∂¬≠√üe¬≠ren Kon¬≠text zu ber√ľck¬≠sich¬≠ti¬≠gen, kann man sicher sein, dass an ande¬≠ren Stel¬≠len ande¬≠re Sym¬≠pto¬≠me auf¬≠tre¬≠ten wer¬≠den, die die¬≠sel¬≠be Funk¬≠ti¬≠on erf√ľllen. 

Seit nun¬≠mehr √ľber einem Jahr¬≠hun¬≠dert for¬≠dern die¬≠je¬≠ni¬≠gen, die die¬≠ses Dilem¬≠ma begrif¬≠fen haben, dass unse¬≠re Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on sich in Rich¬≠tung einer nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft wan¬≠deln muss. Ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re in den 1970ern wur¬≠de eine gan¬≠ze Rei¬≠he von Vor¬≠schl√§¬≠gen in die Welt gesetzt, wie ein sol¬≠cher √úber¬≠gang zu bewerk¬≠stel¬≠li¬≠gen w√§re, und selbst heu¬≠te noch erscheint mehr oder weni¬≠ger jedes Jahr ein neu¬≠es Buch mit einem ent¬≠spre¬≠chen¬≠den Plan. Vie¬≠le davon sind wohl¬≠kon¬≠zi¬≠piert und w√ľr¬≠den wahr¬≠schein¬≠lich sogar eini¬≠ger¬≠ma¬≠√üen gut funk¬≠tio¬≠nie¬≠ren, und selbst die schlech¬≠tes¬≠ten davon w√§ren am Ende sicher immer noch bes¬≠ser als die der¬≠zei¬≠ti¬≠ge Stra¬≠te¬≠gie des Schlaf¬≠wan¬≠delns auf den Abgrund zu. Aber nicht einer davon, sogar auf dem H√∂he¬≠punkt der Ener¬≠gie¬≠kri¬≠sen der 1970er, erhielt mehr als nur einen kur¬≠zen Augen¬≠blick der Beach¬≠tung, und dies sowohl sei¬≠tens der Schalt¬≠zen¬≠tra¬≠len der Macht in Regie¬≠run¬≠gen und Wirt¬≠schaft, die f√ľr die meis¬≠ten Rou¬≠ti¬≠neent¬≠schei¬≠dun¬≠gen der moder¬≠nen Gesell¬≠schaft zust√§n¬≠dig sind, als auch sei¬≠tens der brei¬≠ten Bev√∂l¬≠ke¬≠rungs¬≠mas¬≠se, deren Mei¬≠nun¬≠gen die letz¬≠te Ent¬≠schei¬≠dungs¬≠in¬≠stanz bilden. 

Es gibt ver¬≠schie¬≠de¬≠ne Wege, die¬≠ses Ver¬≠sa¬≠gen zu ver¬≠ste¬≠hen, aber die im Bei¬≠trag der letz¬≠ten Woche (‚ÄúZivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on und Suk¬≠zes¬≠si¬≠on‚ÄĚ) behan¬≠del¬≠ten √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Per¬≠spek¬≠ti¬≠ven er√∂ff¬≠nen einen Aspekt, unter dem das Pro¬≠blems mei¬≠nes Wis¬≠sens nach bis¬≠her nicht ana¬≠ly¬≠siert wur¬≠de. Wenn der √úber¬≠gang von einem mensch¬≠li¬≠chen sozia¬≠len Sys¬≠tem zu einem ande¬≠ren als eine Form von Suk¬≠zes¬≠si¬≠on betrach¬≠tet wer¬≠den kann, bei dem Gesell¬≠schafts¬≠for¬≠men ein¬≠an¬≠der abl√∂¬≠sen wie sera¬≠le Sta¬≠di¬≠en in der Natur, k√∂nn¬≠te man dar¬≠aus auch fol¬≠gern, dass der sozia¬≠le Wan¬≠del einem ganz eige¬≠nen Takt folgt. Im Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠pro¬≠zess eines Wald¬≠bi¬≠o¬≠ms in den gem√§¬≠√üig¬≠ten Brei¬≠ten wer¬≠den bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠ter durch Gr√§¬≠ser ersetzt, die¬≠se dann durch Stau¬≠den und Str√§u¬≠cher, und Letz¬≠te¬≠re schlie√ü¬≠lich durch B√§u¬≠me, wobei Rei¬≠hen¬≠fol¬≠ge und zeit¬≠li¬≠che Glie¬≠de¬≠rung des Vor¬≠gangs bis zum einem gewis¬≠sen Grad vor¬≠her¬≠sag¬≠bar sind. 

Die Ursa¬≠che f√ľr die¬≠se Vor¬≠her¬≠sag¬≠bar¬≠keit ist nicht ohne Bedeu¬≠tung f√ľr unse¬≠re der¬≠zei¬≠ti¬≠ge Lage. Die blo¬≠√üe Erde eines auf¬≠ge¬≠ge¬≠be¬≠nen Bau¬≠plat¬≠zes in den gem√§¬≠√üig¬≠ten Zonen etwa ist eine geeig¬≠ne¬≠te Umge¬≠bung f√ľr die Ansied¬≠lung von Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠tern, nicht aber f√ľr die Hart¬≠holz¬≠b√§u¬≠me, Unter¬≠holz¬≠ge¬≠w√§ch¬≠se und ande¬≠ren Lebe¬≠we¬≠sen, aus denen die Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft des Wal¬≠des hier besteht. Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠ter, die sich in ihrer Ent¬≠wick¬≠lung dar¬≠auf spe¬≠zia¬≠li¬≠siert haben, auf gest√∂r¬≠ten B√∂den zu gedei¬≠hen, schie¬≠√üen schnell empor und bede¬≠cken nach weni¬≠gen Jah¬≠ren den Boden. Im Ver¬≠lauf die¬≠ses Vor¬≠gangs aller¬≠dings √§ndern sie wie¬≠der¬≠um ihre Umge¬≠bung und machen sie dadurch erneut besied¬≠lungs¬≠f√§¬≠hig, aber nicht durch wei¬≠te¬≠re Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠ter, son¬≠dern durch Gr√§¬≠ser und ande¬≠re Pflan¬≠zen, und die¬≠se ver¬≠dr√§n¬≠gen schlie√ü¬≠lich die Kr√§u¬≠ter und beset¬≠zen den auf¬≠ge¬≠ge¬≠be¬≠nen Bauplatz. 

Der¬≠sel¬≠be Pro¬≠zess wie¬≠der¬≠holt sich, wenn die Gr√§¬≠ser und ande¬≠re Pflan¬≠zen des zwei¬≠ten sera¬≠len Sta¬≠di¬≠ums die Umge¬≠bung des auf¬≠ge¬≠ge¬≠be¬≠nen Bau¬≠plat¬≠zes ihrer¬≠seits so weit ge√§n¬≠dert haben, dass er bes¬≠ser f√ľr eine ande¬≠re Sere als f√ľr ihre eige¬≠nen Nach¬≠kom¬≠men geeig¬≠net ist. Der Vor¬≠gang setzt sich fort und ver¬≠liert dabei all¬≠m√§h¬≠lich an Geschwin¬≠dig¬≠keit, bis schlie√ü¬≠lich eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft erreicht ist, die ihre Umge¬≠bung so kon¬≠stant h√§lt, dass sie f√ľr die Nach¬≠kom¬≠men ihrer eige¬≠nen Mit¬≠glieds¬≠or¬≠ga¬≠nis¬≠men geeig¬≠net bleibt. An die¬≠sem Punkt ist Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit erreicht: Die Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft √§ndert sich immer noch √ľber l√§n¬≠ge¬≠re Zeit¬≠r√§u¬≠me, durch Kli¬≠ma¬≠wan¬≠del oder das Auf¬≠tre¬≠ten neu¬≠er Arten, die von anders¬≠wo¬≠her ein¬≠si¬≠ckern, und sie kann durch Feu¬≠er oder ande¬≠re Kata¬≠stro¬≠phen in blo¬≠√üe Erde zur√ľck¬≠ver¬≠wan¬≠delt wer¬≠den, aber es ist m√∂g¬≠lich, dass sie die¬≠sel¬≠be wie¬≠der¬≠erkenn¬≠ba¬≠re Form √ľber Jahr¬≠tau¬≠sen¬≠de hin¬≠weg bei¬≠be¬≠h√§lt. Das Stre¬≠ben nach einer nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft ver¬≠l√§uft, anders aus¬≠ge¬≠dr√ľckt, par¬≠al¬≠lel zur Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠fol¬≠ge eines √Ėko¬≠sys¬≠tems in Rich¬≠tung auf eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, und weder der eine noch der ande¬≠re Pro¬≠zess kann durch eine ein¬≠zi¬≠ge Wand¬≠lung erreicht werden. 

Daf√ľr las¬≠sen sich ein¬≠deu¬≠ti¬≠ge Bei¬≠spie¬≠le aus der mensch¬≠li¬≠chen Geschich¬≠te fin¬≠den. Die Erfin¬≠dung der Land¬≠wirt¬≠schaft in der Alten Welt erfolg¬≠te nach dem Ende der letz¬≠ten Eis¬≠zeit vor etwa 11.000 Jah¬≠ren, als ein dra¬≠ma¬≠ti¬≠scher Kli¬≠ma¬≠wan¬≠del auf der gan¬≠zen Welt sta¬≠bi¬≠le √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠me durch¬≠ein¬≠an¬≠der brach¬≠te und mensch¬≠li¬≠che Kul¬≠tu¬≠ren neue Wege fin¬≠den muss¬≠ten, ihren Lebens¬≠un¬≠ter¬≠halt zu bestrei¬≠ten. Im Nahen Osten ver¬≠wan¬≠del¬≠ten sich frucht¬≠ba¬≠re Gras¬≠step¬≠pen in W√ľs¬≠ten, nach¬≠dem der Win¬≠ter¬≠re¬≠gen, der jahr¬≠tau¬≠sen¬≠de¬≠lang ver¬≠l√§ss¬≠lich gefal¬≠len war, aus¬≠blieb, und die Men¬≠schen ver¬≠fie¬≠len dar¬≠auf, in Fluss¬≠t√§¬≠lern Getrei¬≠de anzu¬≠bau¬≠en und auf den umlie¬≠gen¬≠den H√ľgeln Vieh zu wei¬≠den, da dies die ein¬≠zi¬≠ge Alter¬≠na¬≠ti¬≠ve zum Hun¬≠ger¬≠tod war. Der¬≠sel¬≠be Vor¬≠gang wie¬≠der¬≠hol¬≠te sich etwas sp√§¬≠ter in Mexi¬≠ko, dem Kern¬≠land der Land¬≠wirt¬≠schaft in der Neu¬≠en Welt, als eine par¬≠al¬≠le¬≠le Rei¬≠he von Kli¬≠ma¬≠wan¬≠del¬≠pro¬≠zes¬≠sen dort eben¬≠falls zur W√ľs¬≠ten¬≠bil¬≠dung f√ľhrte. 

Das neue √Ėko¬≠sys¬≠tem des Acker¬≠baus erwies sich als √§u√üerst erfolg¬≠reich und brei¬≠te¬≠te sich mit gro¬≠√üer Geschwin¬≠dig¬≠keit aus, aber es war immer noch sehr wenig effi¬≠zi¬≠ent, da es allein auf der nat√ľr¬≠li¬≠chen Frucht¬≠bar¬≠keit des Bodens beruh¬≠te. Es waren Tau¬≠sen¬≠de von Jah¬≠ren und eine Rei¬≠he kata¬≠stro¬≠pha¬≠ler Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠che not¬≠wen¬≠dig, damit ein wirk¬≠lich nach¬≠hal¬≠ti¬≠ges Sys¬≠tem dar¬≠aus wer¬≠den konn¬≠te, und eini¬≠ge der letz¬≠ten Schrit¬≠te in die¬≠se Rich¬≠tung erfolg¬≠ten nicht vor der Geburt des Bio¬≠land¬≠baus im 20. Jahr¬≠hun¬≠dert. Nichts¬≠des¬≠to¬≠trotz muss man sich unbe¬≠dingt vor Augen hal¬≠ten, dass die Land¬≠wirt¬≠schaft letzt¬≠lich doch nach¬≠hal¬≠tig wur¬≠de, und in eini¬≠gen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men sogar jahr¬≠hun¬≠der¬≠te¬≠lang nach¬≠hal¬≠tig betrie¬≠ben wur¬≠de. Die enor¬≠me Rege¬≠ne¬≠ra¬≠ti¬≠ons¬≠f√§¬≠hig¬≠keit des ost¬≠asia¬≠ti¬≠schen Reis¬≠an¬≠baus wur¬≠de schon vor lan¬≠ger Zeit von F. H. King in ‚ÄúFar¬≠mers of For¬≠ty Cen¬≠tu¬≠ries‚ÄĚ doku¬≠men¬≠tiert, aber wer wei√ü schon, dass Syri¬≠en ‚Äď wo der Getrei¬≠de¬≠an¬≠bau wahr¬≠schein¬≠lich erfun¬≠den wur¬≠de und auf jeden Fall schon so lan¬≠ge betrie¬≠ben wird wie kaum irgend¬≠wo sonst auf der Welt ‚Äď heu¬≠te noch immer im gr√∂¬≠√üe¬≠ren Umfang Wei¬≠zen exportiert. 

Die Geburt des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus vor eini¬≠gen Jahr¬≠hun¬≠der¬≠ten steht, wie ich vor¬≠schla¬≠gen m√∂ch¬≠te, f√ľr einen par¬≠al¬≠le¬≠len Pro¬≠zess, in dem ein neu¬≠es mensch¬≠li¬≠ches √Ėko¬≠sys¬≠tem auf¬≠ge¬≠kom¬≠men ist. Wie die Land¬≠wirt¬≠schaft in den Anf√§n¬≠gen ihres geschicht¬≠li¬≠chen Wegs ist die¬≠ses neue √Ėko¬≠sys¬≠tem unge¬≠heu¬≠er wenig effi¬≠zi¬≠ent und ver¬≠schwen¬≠det Ener¬≠gie und Res¬≠sour¬≠cen in einer nicht auf¬≠recht¬≠zu¬≠er¬≠hal¬≠ten¬≠den Geschwin¬≠dig¬≠keit. Und eben¬≠so wie die Land¬≠wirt¬≠schaft wird sei¬≠ne Ent¬≠wick¬≠lung ver¬≠mut¬≠lich von kata¬≠stro¬≠phi¬≠schen Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠chen beglei¬≠tet wer¬≠den, des¬≠sen ers¬≠ter mit eini¬≠ger Wahr¬≠schein¬≠lich¬≠keit p√ľnkt¬≠lich √ľber die n√§chs¬≠ten paar Jahr¬≠zehn¬≠te hin¬≠weg ein¬≠tre¬≠ten wird. M√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se wird einer die¬≠ser Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠che das Ende des gesam¬≠ten Pro¬≠jekts ein¬≠l√§u¬≠ten ‚Äď schlie√ü¬≠lich ist nicht jeder √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Neu¬≠un¬≠ter¬≠neh¬≠mung Erfolg beschie¬≠den ‚Äď, aber eben¬≠so m√∂g¬≠lich ist es, dass weni¬≠ger ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠sche Aus¬≠pr√§¬≠gun¬≠gen des¬≠sel¬≠ben grund¬≠le¬≠gen¬≠den √Ėko¬≠sys¬≠tems am Ende ihren Weg zu einem neu¬≠en, nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Modell von mensch¬≠li¬≠chen Gemein¬≠schaf¬≠ten fin¬≠den wer¬≠den, das auf sol¬≠chen Ele¬≠men¬≠ten fort¬≠schritt¬≠li¬≠cher Tech¬≠no¬≠lo¬≠gie beruht, die lang¬≠fris¬≠tig und mit Hil¬≠fe erneu¬≠er¬≠ba¬≠rer Res¬≠sour¬≠cen her¬≠ge¬≠stellt, betrie¬≠ben und gewar¬≠tet wer¬≠den k√∂nnen. 

Mir scheint die Vor¬≠stel¬≠lung nicht unplau¬≠si¬≠bel, dass man den Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus aus der Per¬≠spek¬≠ti¬≠ve der fer¬≠nen Zukunft ein¬≠mal als eine fr√ľ¬≠he und inef¬≠fi¬≠zi¬≠en¬≠te Form des¬≠sen, was man ‚ÄúTech¬≠nik-Gesell¬≠schaft‚ÄĚ nen¬≠nen k√∂nn¬≠te, betrach¬≠ten wird. Wie ande¬≠re For¬≠men von mensch¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men k√∂nn¬≠te man die Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft viel¬≠leicht am bes¬≠ten anhand ihrer Ener¬≠gie¬≠quel¬≠len beschrei¬≠ben. Eine Wild¬≠beu¬≠ter¬≠ge¬≠sell¬≠schaft beruht haupt¬≠s√§ch¬≠lich auf Ener¬≠gie in Form von Nah¬≠rung, die nat√ľr¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men ent¬≠nom¬≠men und durch klei¬≠ne Men¬≠gen von nicht aus Nah¬≠rung stam¬≠men¬≠der Ener¬≠gie in Form von Feu¬≠er¬≠holz usw. erg√§nzt wird. Eine Agrar¬≠ge¬≠sell¬≠schaft beruht haupt¬≠s√§ch¬≠lich auf Ener¬≠gie in Form von Nah¬≠rung, die einem k√ľnst¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠tem, das durch mensch¬≠li¬≠che Anstren¬≠gun¬≠gen geschaf¬≠fen und auf¬≠recht¬≠erhal¬≠ten wird, ent¬≠nom¬≠men und durch klei¬≠ne Men¬≠gen von nicht aus Nah¬≠rung stam¬≠men¬≠der Ener¬≠gie in Form von Feu¬≠er¬≠holz und ande¬≠ren Brenn¬≠stof¬≠fen sowie klei¬≠nen Men¬≠gen von Wind‚ÄĎ, Was¬≠ser- und Son¬≠nen¬≠en¬≠er¬≠gie erg√§nzt wird. 

Eine Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft hin¬≠ge¬≠gen beruht haupt¬≠s√§ch¬≠lich auf Ener¬≠gie aus erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren oder nicht-erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Quel¬≠len, die durch Nah¬≠rung erg√§nzt wer¬≠den, die ganz oder teil¬≠wei¬≠se mit Hil¬≠fe von nicht aus Nah¬≠rung stam¬≠men¬≠der Ener¬≠gie erzeugt wird. Die moder¬≠ne Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ist ein¬≠fach eine Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft, deren Ener¬≠gie¬≠er¬≠zeu¬≠gung auf nicht-erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Quel¬≠len beruht und die ihre Waren- und Dienst¬≠leis¬≠tungs¬≠pro¬≠duk¬≠ti¬≠on zum Preis einer unge¬≠heu¬≠ren Inef¬≠fi¬≠zi¬≠enz maxi¬≠miert hat. Am ande¬≠ren Ende des Spek¬≠trums befin¬≠det sich eine Idee der Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft, viel¬≠leicht am bes¬≠ten als ‚Äú√Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft‚ÄĚ cha¬≠rak¬≠te¬≠ri¬≠siert, die auf erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Ener¬≠gie¬≠quel¬≠len fu√üt und die Effi¬≠zi¬≠enz ihres Ener¬≠gie- und Res¬≠sour¬≠cen¬≠ver¬≠brauchs zum Preis eines wesent¬≠lich beschr√§nk¬≠te¬≠ren Zugangs zu Waren und Dienst¬≠leis¬≠tun¬≠gen maxi¬≠mie¬≠ren wird. 

In der Abend¬≠d√§m¬≠me¬≠rung der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft scheint das Kon¬≠zept einer √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft ver¬≠lo¬≠ckend, und dies nicht nur f√ľr die¬≠je¬≠ni¬≠gen, denen die tief¬≠grei¬≠fen¬≠de Abh√§n¬≠gig¬≠keit der Men¬≠schen von der irdi¬≠schen Bio¬≠sph√§¬≠re bewusst ist. Bis dahin ist es aber noch ein wei¬≠ter Weg, und wenn man sich dabei in irgend¬≠ei¬≠ner Form am Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠mo¬≠dell ori¬≠en¬≠tie¬≠ren kann, ist der Ver¬≠such, vom wuchern¬≠den Unkraut der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft direkt in die gr√ľ¬≠nen¬≠den W√§l¬≠der der √Ėko¬≠tech¬≠nik-Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on zu sprin¬≠gen, zum Schei¬≠tern ver¬≠ur¬≠teilt. Selbst ohne Ber√ľck¬≠sich¬≠ti¬≠gung des Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠mo¬≠dells haben wir nur eine extre¬≠me nebu¬≠l√∂¬≠se Vor¬≠stel¬≠lung davon, wel¬≠che Form eine wirk¬≠lich nach¬≠hal¬≠ti¬≠ge Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft anneh¬≠men k√∂nn¬≠te, und die geschicht¬≠li¬≠che Erfah¬≠rung legt nahe, dass ein lan¬≠ger Evo¬≠lu¬≠ti¬≠ons¬≠pro¬≠zess des Immer-wie¬≠der-Aus¬≠pro¬≠bie¬≠rens n√∂tig sein wird, um die unver¬≠meid¬≠li¬≠chen Macken zu besei¬≠ti¬≠gen und eine Form der Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft zu ent¬≠wi¬≠ckeln, die tat¬≠s√§ch¬≠lich eine lang¬≠fris¬≠ti¬≠ge Sta¬≠bi¬≠li¬≠t√§t erm√∂glicht. 

Nat√ľr¬≠lich wird die¬≠ser Pro¬≠zess vom nahen¬≠den Zusam¬≠men¬≠bruch der moder¬≠nen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft beein¬≠flusst wer¬≠den, aber nicht auf die Art, die von den der¬≠zeit gras¬≠sie¬≠ren¬≠den ver¬≠welt¬≠lich¬≠ten Apo¬≠ka¬≠lyp¬≠se-Reli¬≠gio¬≠nen pro¬≠pa¬≠giert wird. Wer auch immer vom Ende des Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ters erwar¬≠tet, dass dadurch die √Ąra der von ihm bevor¬≠zug¬≠ten Ver¬≠si¬≠on einer uto¬≠pi¬≠schen Gesell¬≠schaft ein¬≠ge¬≠lei¬≠tet wird, soll¬≠te sich mei¬≠ner fes¬≠ten √úber¬≠zeu¬≠gung nach auf eine unge¬≠heu¬≠re Ent¬≠t√§u¬≠schung ein¬≠stel¬≠len. Radi¬≠ka¬≠le Pl√§¬≠ne sozia¬≠ler √Ąnde¬≠rung flo¬≠rie¬≠ren in der Regel in der expan¬≠die¬≠ren¬≠den Pha¬≠se einer Kul¬≠tur, wenn die √ľber¬≠rei¬≠chen Res¬≠sour¬≠cen zum Expe¬≠ri¬≠men¬≠tie¬≠ren ver¬≠lei¬≠ten, aber unter den rau¬≠en Bedin¬≠gun¬≠gen eines Zeit¬≠al¬≠ters des Nie¬≠der¬≠gangs und der Schrump¬≠fung gibt es sol¬≠che Frei¬≠hei¬≠ten ein¬≠fach nicht mehr. In den vor uns lie¬≠gen¬≠den Jahr¬≠zehn¬≠ten und Jahr¬≠hun¬≠der¬≠ten, in denen die meis¬≠ten Men¬≠schen ums √úber¬≠le¬≠ben k√§mp¬≠fen wer¬≠den ‚Äď vie¬≠le davon ver¬≠geb¬≠lich ‚Äď, wird der Traum einer idea¬≠len Gesell¬≠schaft hin¬≠ter die Erf√ľl¬≠lung drin¬≠gen¬≠de¬≠rer Bed√ľrf¬≠nis¬≠se zur√ľck¬≠tre¬≠ten m√ľssen. 

Es ist aller¬≠dings durch¬≠aus wich¬≠tig zu ver¬≠ste¬≠hen, dass dies nur eine ande¬≠re Art ist, bereits ander¬≠wei¬≠tig vor¬≠ge¬≠brach¬≠te Argu¬≠men¬≠te zu for¬≠mu¬≠lie¬≠ren. Wenn mensch¬≠li¬≠che Gesell¬≠schaf¬≠ten in ihrer Auf¬≠ein¬≠an¬≠der¬≠fol¬≠ge irgend¬≠wie der √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Suk¬≠zes¬≠si¬≠on √§hneln, wer¬≠den die Gesell¬≠schaf¬≠ten, die aus den Tr√ľm¬≠mern der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ent¬≠ste¬≠hen, die¬≠je¬≠ni¬≠gen sein, die am bes¬≠ten an die Umwelt ange¬≠passt sind, die von ihren Vor¬≠g√§n¬≠gern geschaf¬≠fen wur¬≠de. Sie sind viel¬≠leicht noch lan¬≠ge nicht nach¬≠hal¬≠tig, haben sich aber h√∂chst¬≠wahr¬≠schein¬≠lich bereits ein betr√§cht¬≠li¬≠ches St√ľck in die¬≠se Rich¬≠tung bewegt, und sei es nur des¬≠halb, weil die M√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten zur Ver¬≠schwen¬≠dung von Res¬≠sour¬≠cen durch die Ersch√∂p¬≠fung so vie¬≠ler davon betr√§cht¬≠lich ein¬≠ge¬≠schr√§nkt sei¬≠en wer¬≠den. Wel¬≠che For¬≠men die¬≠se Gesell¬≠schaf¬≠ten anneh¬≠men k√∂nn¬≠ten, wird das The¬≠ma des n√§chs¬≠ten Bei¬≠trags (‚ÄúDie Lei¬≠ter nach unten‚ÄĚ) sein. 

04. Okto¬≠ber 2007 

(http://thearchdruidreport.blogspot.com/2007/10/toward-ecotechnic-society.html)

3 ‚ÄĒ Die Leiter hinab

Der letzt¬≠w√∂¬≠chi¬≠ge Bei¬≠trag im Arch¬≠druid Report warf die Fra¬≠ge auf, ob zuk√ľnf¬≠ti¬≠ge Gesell¬≠schaf¬≠ten in der Lage sein k√∂nn¬≠ten, einen rela¬≠tiv hohen tech¬≠no¬≠lo¬≠gi¬≠schen Stand auf¬≠recht zu erhal¬≠ten, ohne in die¬≠sel¬≠be Fal¬≠le zu lau¬≠fen wie unse¬≠re heu¬≠ti¬≠ge Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft und sich dabei auf den ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠schen Gebrauch nicht¬≠er¬≠neu¬≠er¬≠ba¬≠rer Res¬≠sour¬≠cen zu st√ľt¬≠zen. Den Traum, eine Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on sol¬≠cher Art auf¬≠zu¬≠bau¬≠en ‚Äď eine ‚Äú√Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft‚ÄĚ, um den vor mir im besag¬≠ten Bei¬≠trag ver¬≠wen¬≠de¬≠ten Begriff zu ver¬≠wen¬≠den ‚Äď, hegen schon seit Jah¬≠ren vie¬≠le, die sich in alter¬≠na¬≠ti¬≠ven Krei¬≠sen bewe¬≠gen, und dies nicht ohne Grund. 

Dem Traum zugrun¬≠de liegt eine gewief¬≠te phi¬≠lo¬≠so¬≠phi¬≠sche Stra¬≠te¬≠gie. Ein zen¬≠tra¬≠ler Bestand¬≠teil der Rhe¬≠to¬≠rik, mit der die sozia¬≠len Struk¬≠tu¬≠ren unse¬≠rer moder¬≠nen indus¬≠tri¬≠el¬≠len Welt gerecht¬≠fer¬≠tigt wer¬≠den, ist die zwang¬≠haft vor¬≠ge¬≠tra¬≠ge¬≠ne dia¬≠me¬≠tra¬≠le Gegen¬≠s√§tz¬≠lich¬≠keit der auf¬≠ge¬≠kl√§r¬≠ten, tech¬≠nisch fort¬≠schritt¬≠li¬≠chen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten und des angeb¬≠lich elen¬≠dig pri¬≠mi¬≠ti¬≠ven vor¬≠in¬≠dus¬≠tri¬≠el¬≠len Lebens. Vie¬≠le der heu¬≠ti¬≠gen Kri¬≠ti¬≠ker des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus fal¬≠len dar¬≠auf her¬≠ein, akzep¬≠tie¬≠ren die¬≠se Gegen¬≠s√§tz¬≠lich¬≠keit und dre¬≠hen ein¬≠fach die Wert¬≠zu¬≠schrei¬≠bung um, als ob es m√∂g¬≠lich w√§re, aus einer dua¬≠lis¬≠ti¬≠schen Denk¬≠wei¬≠se aus¬≠zu¬≠bre¬≠chen, indem man den Dua¬≠lis¬≠mus auf den Kopf stellt. 

Der √Ėko¬≠tech¬≠nik-Traum ist inso¬≠fern cle¬≠ve¬≠rer, als dass er die¬≠se Gegen¬≠s√§tz¬≠lich¬≠keit von vorn¬≠her¬≠ein √ľber¬≠win¬≠det. Um kurz in den Jar¬≠gon des moder¬≠nen Drui¬≠den¬≠tums zu ver¬≠fal¬≠len: Eine unauf¬≠ge¬≠l√∂s¬≠te Zwei¬≠heit wird in eine aus¬≠ge¬≠wo¬≠ge¬≠ne Drei¬≠heit ver¬≠wan¬≠delt. Weni¬≠ger abge¬≠ho¬≠ben aus¬≠ge¬≠dr√ľckt geht es dar¬≠um, einen drit¬≠ten Weg zu fin¬≠den, der vie¬≠le der bes¬≠ten Sei¬≠ten der gegen¬≠s√§tz¬≠li¬≠chen Posi¬≠tio¬≠nen in sich ver¬≠eint und den schein¬≠ba¬≠ren Wider¬≠spruch dadurch hin¬≠weg¬≠fegt, dass das Feld der m√∂g¬≠li¬≠chen Optio¬≠nen erwei¬≠tert wird ‚Äď nicht nur auf drei, son¬≠dern auf unend¬≠lich vie¬≠le. Die Fra¬≠ge ist nicht mehr, ob man eines der bei¬≠den Sys¬≠te¬≠me in sei¬≠ner Gesamt¬≠heit akzep¬≠tiert ‚Äď in einer Wahl, die kei¬≠ner¬≠lei Alter¬≠na¬≠ti¬≠ven kennt ‚Äď, son¬≠dern wel¬≠che Aus¬≠wahl man aus einer schwin¬≠del¬≠erre¬≠gend gro¬≠√üen Zahl von Fak¬≠to¬≠ren tref¬≠fen m√∂ch¬≠te, die zur Ent¬≠ste¬≠hung der zuk√ľnf¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft bei¬≠tra¬≠gen sollen. 

Die Visi¬≠on einer √Ėko¬≠tech¬≠nik-Zukunft soll¬≠te man also unbe¬≠dingt wei¬≠ter im Hin¬≠ter¬≠kopf behal¬≠ten. Als Pla¬≠nung f√ľr die n√§he¬≠re Zukunft ver¬≠stan¬≠den steht sie aller¬≠dings vor den¬≠sel¬≠ben enor¬≠men Schwie¬≠rig¬≠kei¬≠ten, die in mei¬≠nem fr√ľ¬≠he¬≠ren Bei¬≠trag zum Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠pro¬≠zess behan¬≠delt wur¬≠den. In der Spra¬≠che der √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Suk¬≠zes¬≠si¬≠on ist eine voll¬≠kom¬≠me¬≠ne √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, und man kann nicht mit einem ein¬≠zi¬≠gen Sprung von der Pio¬≠nier¬≠be¬≠sied¬≠lung durch Unkr√§u¬≠ter zur Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft des alt¬≠be¬≠stehen¬≠den Walds gelan¬≠gen. Die Bedin¬≠gun¬≠gen, unter denen sich eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ange¬≠sichts der Kon¬≠kur¬≠renz ande¬≠rer bio¬≠ti¬≠scher Gesell¬≠schaf¬≠ten eta¬≠blie¬≠ren und hal¬≠ten k√∂nn¬≠te, sind noch nicht erreicht. 

Dies gilt f√ľr mensch¬≠li¬≠che Sozi¬≠al¬≠sys¬≠te¬≠me nicht weni¬≠ger als f√ľr die jeder ande¬≠ren bio¬≠ti¬≠schen Gemein¬≠schaft. Der Gedan¬≠ke ist so wohl¬≠tu¬≠end wie beliebt, dass sozia¬≠ler Wan¬≠del beim Men¬≠schen haupt¬≠s√§ch¬≠lich durch bewuss¬≠te Ent¬≠schei¬≠dung oder sonst wel¬≠che ein¬≠zig¬≠ar¬≠tig mensch¬≠li¬≠chen Fak¬≠to¬≠ren getra¬≠gen w√ľr¬≠de, aber die Wis¬≠sen¬≠schaft von der √Ėko¬≠lo¬≠gie des Men¬≠schen eben¬≠so wie die his¬≠to¬≠ri¬≠schen Tat¬≠sa¬≠chen ‚Äď und die Geschich¬≠te ist nichts wei¬≠ter als die mensch¬≠li¬≠che √Ėko¬≠lo¬≠gie in der Zeit ‚Äď spre¬≠chen eine ande¬≠re Spra¬≠che. Die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on hat nicht √ľber ande¬≠re For¬≠men von mensch¬≠li¬≠chen Gesell¬≠schaf¬≠ten tri¬≠um¬≠phiert, weil ihre Mit¬≠glie¬≠der dies ver¬≠ein¬≠bart und geplant h√§t¬≠ten, son¬≠dern weil sie es zur Zeit ihres Auf¬≠kom¬≠mens, in einer Welt vol¬≠ler unan¬≠ge¬≠tas¬≠te¬≠ter Reser¬≠ven von fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fen, ver¬≠stan¬≠den hat, den Kon¬≠kur¬≠renz¬≠druck ande¬≠rer sozia¬≠ler Sys¬≠te¬≠me und die Beschr√§n¬≠kun¬≠gen der Natur zu √ľberwinden. 

Eben¬≠so steht die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on des¬≠halb vor dem Unter¬≠gang, weil ihre Aus¬≠sich¬≠ten, sich gegen die Wid¬≠rig¬≠kei¬≠ten der Natur und die Kon¬≠kur¬≠renz ande¬≠rer, weni¬≠ger ener¬≠gie- und tech¬≠no¬≠lo¬≠gie¬≠ab¬≠h√§n¬≠gi¬≠ger Gesell¬≠schaf¬≠ten zu behaup¬≠ten, durch die Knapp¬≠heit und Ver¬≠teue¬≠rung der fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fe h√∂chst zwei¬≠fel¬≠haft gewor¬≠den sind. Die mensch¬≠li¬≠chen Gesell¬≠schaf¬≠ten, die im Gefol¬≠ge des ver¬≠schwin¬≠den¬≠den Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus ent¬≠ste¬≠hen, wer¬≠den wie¬≠der¬≠um sol¬≠che sein, die sich unter den gewan¬≠del¬≠ten Bedin¬≠gun¬≠gen des Zeit¬≠al¬≠ters der Deindus¬≠tria¬≠li¬≠sie¬≠rung bes¬≠ser eta¬≠blie¬≠ren und hal¬≠ten k√∂n¬≠nen als ihre Kon¬≠kur¬≠ren¬≠ten. Wir m√∂gen unse¬≠re Vor¬≠lie¬≠ben haben ‚Äď das letz¬≠te Wort hat die Natur. 

Die Bedin¬≠gun¬≠gen, die es einer √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft erlau¬≠ben w√ľr¬≠den, sich zu eta¬≠blie¬≠ren und zu hal¬≠ten, sind mehr oder weni¬≠ger die¬≠je¬≠ni¬≠gen, die geherrscht haben, bevor die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Revo¬≠lu¬≠ti¬≠on die Schatz¬≠kis¬≠te der im Erd¬≠in¬≠nern ver¬≠bor¬≠ge¬≠nen Koh¬≠len¬≠was¬≠ser¬≠stof¬≠fe auf¬≠brach und zum kurz¬≠fris¬≠ti¬≠gen Nut¬≠zen zu pl√ľn¬≠dern begann. In einer Welt, deren Ener¬≠gie¬≠res¬≠sour¬≠cen auf Son¬≠ne, Wind, Was¬≠ser, Mus¬≠kel¬≠ar¬≠beit und Bio¬≠mas¬≠se beschr√§nkt sind und in der alle Arbei¬≠ten mit die¬≠sen Hilfs¬≠mit¬≠teln aus¬≠ge¬≠f√ľhrt wer¬≠den m√ľs¬≠sen, haben die¬≠je¬≠ni¬≠gen Gesell¬≠schaf¬≠ten, die effi¬≠zi¬≠en¬≠te und nach¬≠hal¬≠ti¬≠ge Tech¬≠no¬≠lo¬≠gien zur Nut¬≠zung die¬≠ser Res¬≠sour¬≠cen ent¬≠wi¬≠ckeln, einen ent¬≠schei¬≠den¬≠den √úber¬≠le¬≠bens¬≠vor¬≠teil gegen¬≠√ľber kon¬≠kur¬≠rie¬≠ren¬≠den Gesell¬≠schaf¬≠ten, die dies nicht tun ‚Äď man ver¬≠glei¬≠che nur die 5000-j√§h¬≠ri¬≠ge Geschich¬≠te des kai¬≠ser¬≠li¬≠chen Chi¬≠na mit dem t√∂d¬≠li¬≠chen Stru¬≠del, in dem die Maya untergingen. 

Das unmit¬≠tel¬≠ba¬≠re Pro¬≠blem f√ľr die Ver¬≠wirk¬≠li¬≠chung der √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft besteht dar¬≠in, dass die¬≠se Bedin¬≠gun¬≠gen eben noch nicht wie¬≠der herr¬≠schen. Bis jetzt haben wir unge¬≠f√§hr die H√§lf¬≠te der welt¬≠wei¬≠ten Erd¬≠√∂l¬≠re¬≠ser¬≠ven auf¬≠ge¬≠braucht und etwas weni¬≠ger als die H√§lf¬≠te der Koh¬≠le- und Erd¬≠gas¬≠re¬≠ser¬≠ven. Die F√∂r¬≠de¬≠rung all die¬≠ser Brenn¬≠stof¬≠fe ist durch glo¬≠ba¬≠le Maxi¬≠ma und anschlie¬≠√üen¬≠de R√ľck¬≠g√§n¬≠ge gekenn¬≠zeich¬≠net, was unter ande¬≠rem bedeu¬≠tet, dass sie in abneh¬≠men¬≠der Men¬≠ge noch f√ľr lan¬≠ge Zeit ver¬≠f√ľg¬≠bar sein wer¬≠den. Zwar wer¬≠den die moder¬≠nen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten das Ende des ste¬≠ti¬≠gen Wachs¬≠tums ihrer Ener¬≠gie¬≠ver¬≠sor¬≠gung ver¬≠mut¬≠lich in ihrer heu¬≠ti¬≠gen Form nicht √ľber¬≠le¬≠ben, aber das F√∂r¬≠der¬≠ma¬≠xi¬≠mum f√ľr fos¬≠si¬≠le Brenn¬≠stof¬≠fe wird h√∂chst¬≠wahr¬≠schein¬≠lich dazu f√ľh¬≠ren, dass ande¬≠re, bes¬≠ser an eine Welt mit sin¬≠ken¬≠der Ener¬≠gie¬≠ver¬≠f√ľg¬≠bar¬≠keit ange¬≠passt For¬≠men des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus ent¬≠ste¬≠hen ‚Äď und solan¬≠ge noch fos¬≠si¬≠le Ener¬≠gie ver¬≠f√ľg¬≠bar ist, wer¬≠den die¬≠se neo-indus¬≠tri¬≠el¬≠len Gesell¬≠schaf¬≠ten aller Vor¬≠rau¬≠sicht nach √ľber gr√∂¬≠√üe¬≠re √∂ko¬≠no¬≠mi¬≠sche und mili¬≠t√§¬≠ri¬≠sche Macht ver¬≠f√ľ¬≠gen als ihre √Ėkotechnik-Konkurrenten. 

Anders gesagt wer¬≠den vie¬≠le Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten der heu¬≠ti¬≠gen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten noch die n√§chs¬≠ten Jahr¬≠zehn¬≠te oder Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te √ľber¬≠dau¬≠ern. Die¬≠ses Erb¬≠st√ľ¬≠cke bestehen aus gespei¬≠cher¬≠ter Ener¬≠gie ‚Äď der Ener¬≠gie, die f√ľr ihre Her¬≠stel¬≠lung und den Auf¬≠bau der erfor¬≠der¬≠li¬≠chen Mate¬≠ri¬≠al- und Wis¬≠sens¬≠ba¬≠sis n√∂tig war ‚Äď, und die zus√§tz¬≠li¬≠che Ener¬≠gie, die f√ľr ihre War¬≠tung und Nut¬≠zung anf√§llt, d√ľrf¬≠te in vie¬≠len F√§l¬≠len im Ver¬≠gleich zu der dar¬≠in gespei¬≠cher¬≠ten Ener¬≠gie eher klein sein; der f√ľr den Wei¬≠ter¬≠be¬≠trieb eines Stau¬≠damms oder eines Com¬≠pu¬≠ters n√∂ti¬≠ge Auf¬≠wand ist rela¬≠tiv klein im Ver¬≠h√§lt¬≠nis zu dem dar¬≠in ent¬≠hal¬≠te¬≠nen Auf¬≠wand oder zu den Vor¬≠tei¬≠len, die einem ihr Besitz und ihre Nut¬≠zung bie¬≠ten kann. 

Es ist sehr wahr¬≠schein¬≠lich, dass deindus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠te Gesell¬≠schaf¬≠ten, die nicht mehr in der Lage w√§ren, einen Stau¬≠damm oder einen Com¬≠pu¬≠ter zu bau¬≠en, f√ľr eini¬≠ge Jahr¬≠zehn¬≠te oder sogar Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te das n√∂ti¬≠ge Wis¬≠sen und die ent¬≠spre¬≠chen¬≠de Res¬≠sour¬≠cen¬≠ba¬≠sis bewah¬≠ren k√∂n¬≠nen, um die¬≠se Anla¬≠gen wei¬≠ter zu betrei¬≠ben, √§hn¬≠lich wie es in den dunk¬≠len Jahr¬≠hun¬≠der¬≠ten nach dem Fall Roms √ľber¬≠all in Euro¬≠pa st√§d¬≠ti¬≠sche Gemein¬≠schaf¬≠ten gab, die r√∂mi¬≠sche Aqu√§¬≠duk¬≠te nutz¬≠ten und repa¬≠rier¬≠ten, die¬≠se aber nie¬≠mals selbst h√§t¬≠ten bau¬≠en k√∂n¬≠nen. Ein gro¬≠√üer Teil der tech¬≠ni¬≠schen Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten, die das Zeit¬≠al¬≠ter der Deindus¬≠tria¬≠li¬≠sie¬≠rung erben wird, besteht aller¬≠dings aus nicht-erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Res¬≠sour¬≠cen; wenn sie schlie√ü¬≠lich defekt sind, gehen sie ver¬≠lo¬≠ren ‚Äď f√ľr Jahr¬≠zehn¬≠te, f√ľr Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te oder f√ľr immer. 

Das Ergeb¬≠nis zeigt inter¬≠es¬≠san¬≠te Par¬≠al¬≠le¬≠len zur √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Suk¬≠zes¬≠si¬≠on. Kurz- und mit¬≠tel¬≠fris¬≠tig wer¬≠den im ein¬≠set¬≠zen¬≠den Zeit¬≠al¬≠ter der Deindus¬≠tria¬≠li¬≠sie¬≠rung genau die¬≠je¬≠ni¬≠gen Gesell¬≠schaf¬≠ten bl√ľ¬≠hen und gedei¬≠hen, die am wenigs¬≠tens in der Lage sind, lang¬≠fris¬≠tig zu √ľber¬≠le¬≠ben. Kurz¬≠fris¬≠tig wer¬≠den Gesell¬≠schaf¬≠ten, die ihre ver¬≠blei¬≠ben¬≠den fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fe ‚Äď gestreckt mit erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Res¬≠sour¬≠cen und m√∂g¬≠lichst viel High-Tech ‚Äď so effi¬≠zi¬≠ent wie m√∂g¬≠lich nut¬≠zen, ver¬≠mut¬≠lich wesent¬≠lich bes¬≠ser daste¬≠hen als sowohl die ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠schen Dino¬≠sau¬≠ri¬≠er¬≠kul¬≠tu¬≠ren der der¬≠zei¬≠ti¬≠gen indus¬≠tri¬≠el¬≠len Epo¬≠che wie auch die Nied¬≠rig¬≠ener¬≠gie-Gesell¬≠schaf¬≠ten, durch die sie schlie√ü¬≠lich ersetzt werden. 

Mit¬≠tel¬≠fris¬≠tig wer¬≠den Gesell¬≠schaf¬≠ten, die nach¬≠hal¬≠ti¬≠ge Sub¬≠sis¬≠tenz¬≠stra¬≠te¬≠gien und Wirt¬≠schafts¬≠wei¬≠sen mit einer effi¬≠zi¬≠en¬≠ten Nut¬≠zung der tech¬≠ni¬≠schen Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten des Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ters ver¬≠bin¬≠den, ver¬≠mut¬≠lich wesent¬≠lich daste¬≠hen als sowohl die wei¬≠ter¬≠hin von fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fen abh√§n¬≠gi¬≠gen Gesell¬≠schaf¬≠ten der vor¬≠an¬≠ge¬≠hen¬≠den Epo¬≠che wie auch die √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaf¬≠ten, von denen sie wie¬≠der¬≠um selbst ersetzt wer¬≠den. Erst wenn die F√∂r¬≠de¬≠rung fos¬≠si¬≠ler Brenn¬≠stof¬≠fe an einem Punkt ange¬≠langt ist, an dem Koh¬≠le und √Ėl sel¬≠te¬≠ne geo¬≠lo¬≠gi¬≠sche Kurio¬≠si¬≠t√§¬≠ten sind und die ver¬≠blei¬≠ben¬≠den Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten des Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ters kei¬≠ne gr√∂¬≠√üe¬≠re wirt¬≠schaft¬≠li¬≠che Rol¬≠le mehr spie¬≠len, wer¬≠den √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaf¬≠ten ihre vol¬≠le Wir¬≠kung entfalten. 

Die¬≠se Abfol¬≠ge muss man unbe¬≠dingt ber√ľck¬≠sich¬≠ti¬≠gen, wenn man f√ľr die Zukunft plant. Eines der gro¬≠√üen Hin¬≠der¬≠nis¬≠se f√ľr den Auf¬≠bau von ‚ÄúRet¬≠tungs¬≠boot-Gemein¬≠schaf¬≠ten‚ÄĚ, wie sie sich so vie¬≠le Den¬≠ker in der Peak-Oil-Bewe¬≠gung heu¬≠te aus¬≠ma¬≠len, besteht dar¬≠in, dass die¬≠se Gemein¬≠schaf¬≠ten zwar in der Zukunft m√∂g¬≠lich sein wer¬≠den (jeden¬≠falls theo¬≠re¬≠tisch), dies aber nicht f√ľr die Gegen¬≠wart gilt. Es gibt ein¬≠fach nicht son¬≠der¬≠lich vie¬≠le Men¬≠schen, die in der Lage w√§ren, ihren Platz in der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft zu ver¬≠las¬≠sen, aufs Land in ein √Ėko¬≠dorf zu zie¬≠hen und sich dort jahr¬≠zehn¬≠te¬≠lang selbst zu ver¬≠sor¬≠gen, w√§h¬≠rend die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Maschi¬≠ne¬≠rie um sie her¬≠um lang¬≠sam, aber sicher knir¬≠schend und bebend zum Halt kommt. 

Im Kon¬≠text des hier von mir vor¬≠ge¬≠stell¬≠ten Modells √§hneln die ange¬≠hen¬≠den Gr√ľn¬≠der von Ret¬≠tungs¬≠boot-Gemein¬≠schaf¬≠ten den S√§m¬≠lin¬≠gen irgend¬≠ei¬≠ner Spe¬≠zi¬≠es eines alt¬≠be¬≠stehen¬≠den Walds, die ver¬≠su¬≠chen, in einem St√ľck Erde Wur¬≠zeln zu schla¬≠gen, dass noch von Pio¬≠nie¬≠runkr√§u¬≠tern bedeckt ist. Die Bedin¬≠gun¬≠gen, unter denen sie gedei¬≠hen k√∂nn¬≠ten, sind ein¬≠fach noch nicht ein¬≠ge¬≠tre¬≠ten. Die letz¬≠ten Jah¬≠re der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft und die Jahr¬≠zehn¬≠te der neo-indus¬≠tri¬≠el¬≠len Gesell¬≠schaf¬≠ten, die in einem Zeit¬≠al¬≠ter der erreich¬≠ten Gren¬≠zen mit schrump¬≠fen¬≠den Ener¬≠gie¬≠re¬≠ser¬≠ven k√§mp¬≠fen wer¬≠den, sind so gese¬≠hen eine H√ľr¬≠de, die erst genom¬≠men wer¬≠den muss, bevor eine wirk¬≠lich zukunfts¬≠tr√§ch¬≠ti¬≠ge Gesell¬≠schafts¬≠form ent¬≠wi¬≠ckelt wer¬≠den kann. 

Die¬≠se H√ľr¬≠de ist zu neh¬≠men, aber dazu ist eine ande¬≠re Her¬≠an¬≠ge¬≠hens¬≠wei¬≠se erfor¬≠der¬≠lich. Anstatt zu ver¬≠su¬≠chen, mit einem ein¬≠zi¬≠gen Sprung direkt in einer √∂ko¬≠lo¬≠gisch aus¬≠ge¬≠wo¬≠ge¬≠nen, voll¬≠st√§n¬≠dig nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft zu lan¬≠den, k√∂nn¬≠te es sich als not¬≠wen¬≠dig erwei¬≠sen, beim Abstieg von der Lei¬≠ter eine Spros¬≠se nach der ande¬≠ren zu neh¬≠men, sich dabei an den jewei¬≠li¬≠gen Wan¬≠del anzu¬≠pas¬≠sen und zu ver¬≠su¬≠chen, jeden Schritt der Abfol¬≠ge vor¬≠aus¬≠zu¬≠ah¬≠nen, um recht¬≠zei¬≠tig daf√ľr pla¬≠nen zu k√∂n¬≠nen. W√§h¬≠rend¬≠des¬≠sen kann man gleich¬≠zei¬≠tig auf die eine oder ande¬≠re Art im klei¬≠ne¬≠ren Ma√ü¬≠stand die Sub¬≠sis¬≠tenz¬≠stra¬≠te¬≠gien und sozia¬≠len Net¬≠ze aus¬≠pro¬≠bie¬≠ren, die f√ľr die fer¬≠ne¬≠re Zukunft n√∂tig sind. 

Die¬≠se Stra¬≠te¬≠gie ist eher evo¬≠lu¬≠tio¬≠n√§r als revo¬≠lu¬≠tio¬≠n√§r ‚Äď das hei√üt, sie ver¬≠folgt einen schritt¬≠wei¬≠sen Wan¬≠del und einen kon¬≠ti¬≠nu¬≠ier¬≠li¬≠chen Fort¬≠schritt des Expe¬≠ri¬≠men¬≠tie¬≠rens, anstatt zu ver¬≠su¬≠chen, mit der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit voll¬≠kom¬≠men zu bre¬≠chen und der Wirk¬≠lich¬≠keit ein Ide¬≠al auf¬≠zu¬≠zwin¬≠gen, dass sich am Ende viel¬≠leicht als eben¬≠so wenig lebens¬≠f√§¬≠hig erweist wie das, was es erset¬≠zen soll. Unter ande¬≠rem bedeu¬≠tet dies, dass sie auf √∂rt¬≠li¬≠cher und sogar indi¬≠vi¬≠du¬≠el¬≠ler Ebe¬≠ne umge¬≠setzt wer¬≠den kann, ein Detail, dass sie in prak¬≠ti¬≠scher Hin¬≠sicht wesent¬≠lich anwend¬≠ba¬≠rer macht als Ver¬≠su¬≠che, die Gesell¬≠schaft als Gan¬≠zes von oben nach unten zu √§ndern. Wie die¬≠ser Pro¬≠zess ver¬≠lau¬≠fen k√∂nn¬≠te, wer¬≠de ich eini¬≠gen der zuk√ľnf¬≠ti¬≠gen Bei¬≠tr√§¬≠ge hier behandeln. 

10. Okto¬≠ber 2007 

http://thearchdruidreport.blogspot.com/2007/10/climbing-down-ladder.html

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