Eine der Fol¬≠gen, die sich aus dem ernst¬≠haf¬≠ten Erw√§¬≠gen √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠scher Model¬≠le als Erkl√§¬≠rungs¬≠mus¬≠ter f√ľr das Dilem¬≠ma unse¬≠rer Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft erge¬≠ben, besteht dar¬≠in, dass vie¬≠le der all¬≠t√§g¬≠li¬≠chen Pr√§¬≠mis¬≠sen, auf denen unse¬≠re heu¬≠ti¬≠ge Kul¬≠tur auf¬≠baut, offen¬≠bar auf den Kopf gestellt wer¬≠den m√ľssen. 

Bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se begrei¬≠fen heu¬≠te vie¬≠le der¬≠je¬≠ni¬≠gen, die sich sei¬≠ner √ľber¬≠haupt bewusst sind, das dro¬≠hen¬≠de Hub¬≠bert-Maxi¬≠mum als Pro¬≠blem einer neu¬≠en Ener¬≠gie¬≠quel¬≠le, die es zu fin¬≠den gilt, damit wir die Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft in ihrer der¬≠zei¬≠ti¬≠gen Form fort¬≠set¬≠zen k√∂nnen. 

Vom Stand¬≠punkt der √Ėko¬≠lo¬≠gie aus betrach¬≠tet ist die¬≠ses Den¬≠ken eine Art Mus¬≠ter¬≠bei¬≠spiel f√ľr Wider¬≠sin¬≠nig¬≠keit, denn es ist ja genau die der¬≠zei¬≠ti¬≠ge Form der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, die unse¬≠re Zwangs¬≠la¬≠ge so unaus¬≠weich¬≠lich macht. 

So, wie sie sich heu¬≠te dar¬≠stellt, l√§sst sich die indus¬≠tri¬≠el¬≠le √Ėko¬≠no¬≠mie in √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠scher Hin¬≠sicht am bes¬≠ten als raf¬≠fi¬≠nier¬≠ter Plan beschrei¬≠ben, des¬≠sen Ziel in der schnellst¬≠m√∂g¬≠li¬≠chen Ver¬≠wand¬≠lung von Res¬≠sour¬≠cen in Schad¬≠stof¬≠fe besteht. Von daher sind Res¬≠sour¬≠cen¬≠er¬≠sch√∂p¬≠fung und Umwelt¬≠ver¬≠schmut¬≠zung nicht etwa uner¬≠w√ľnsch¬≠te Neben¬≠er¬≠schei¬≠nun¬≠gen des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus, son¬≠dern sie erge¬≠ben sich aus des¬≠sen Grund¬≠struk¬≠tur: Je schnel¬≠ler Res¬≠sour¬≠cen zu Schad¬≠stof¬≠fen wer¬≠den, des¬≠to bes¬≠ser gedeiht die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Wirt¬≠schaft, und umge¬≠kehrt. Dies ist der Kern unse¬≠res Dilemmas. 

Das Hub¬≠bert-Maxi¬≠mum ist ein¬≠fach das Sym¬≠ptom einer umfas¬≠sen¬≠de¬≠ren Kri¬≠se ‚Äď der fun¬≠da¬≠men¬≠ta¬≠len Nicht-Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit eines Sys¬≠tems, das sich unter der Ziel¬≠set¬≠zung her¬≠aus¬≠ge¬≠bil¬≠det hat, den Ver¬≠brauch von Res¬≠sour¬≠cen auf einem end¬≠li¬≠chen Pla¬≠ne¬≠ten unend¬≠lich zu machen ‚Äď, und wenn man die¬≠ses Pro¬≠blem l√∂sen will, ohne den gr√∂¬≠√üe¬≠ren Kon¬≠text zu ber√ľck¬≠sich¬≠ti¬≠gen, kann man sicher sein, dass an ande¬≠ren Stel¬≠len ande¬≠re Sym¬≠pto¬≠me auf¬≠tre¬≠ten wer¬≠den, die die¬≠sel¬≠be Funk¬≠ti¬≠on erf√ľllen. 

Seit nun¬≠mehr √ľber einem Jahr¬≠hun¬≠dert for¬≠dern die¬≠je¬≠ni¬≠gen, die die¬≠ses Dilem¬≠ma begrif¬≠fen haben, dass unse¬≠re Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on sich in Rich¬≠tung einer nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft wan¬≠deln muss. Ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re in den 1970ern wur¬≠de eine gan¬≠ze Rei¬≠he von Vor¬≠schl√§¬≠gen in die Welt gesetzt, wie ein sol¬≠cher √úber¬≠gang zu bewerk¬≠stel¬≠li¬≠gen w√§re, und selbst heu¬≠te noch erscheint mehr oder weni¬≠ger jedes Jahr ein neu¬≠es Buch mit einem ent¬≠spre¬≠chen¬≠den Plan. Vie¬≠le davon sind wohl¬≠kon¬≠zi¬≠piert und w√ľr¬≠den wahr¬≠schein¬≠lich sogar eini¬≠ger¬≠ma¬≠√üen gut funk¬≠tio¬≠nie¬≠ren, und selbst die schlech¬≠tes¬≠ten davon w√§ren am Ende sicher immer noch bes¬≠ser als die der¬≠zei¬≠ti¬≠ge Stra¬≠te¬≠gie des Schlaf¬≠wan¬≠delns auf den Abgrund zu. Aber nicht einer davon, sogar auf dem H√∂he¬≠punkt der Ener¬≠gie¬≠kri¬≠sen der 1970er, erhielt mehr als nur einen kur¬≠zen Augen¬≠blick der Beach¬≠tung, und dies sowohl sei¬≠tens der Schalt¬≠zen¬≠tra¬≠len der Macht in Regie¬≠run¬≠gen und Wirt¬≠schaft, die f√ľr die meis¬≠ten Rou¬≠ti¬≠neent¬≠schei¬≠dun¬≠gen der moder¬≠nen Gesell¬≠schaft zust√§n¬≠dig sind, als auch sei¬≠tens der brei¬≠ten Bev√∂l¬≠ke¬≠rungs¬≠mas¬≠se, deren Mei¬≠nun¬≠gen die letz¬≠te Ent¬≠schei¬≠dungs¬≠in¬≠stanz bilden. 

Es gibt ver¬≠schie¬≠de¬≠ne Wege, die¬≠ses Ver¬≠sa¬≠gen zu ver¬≠ste¬≠hen, aber die im Bei¬≠trag der letz¬≠ten Woche (‚ÄúZivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on und Suk¬≠zes¬≠si¬≠on‚ÄĚ) behan¬≠del¬≠ten √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Per¬≠spek¬≠ti¬≠ven er√∂ff¬≠nen einen Aspekt, unter dem das Pro¬≠blems mei¬≠nes Wis¬≠sens nach bis¬≠her nicht ana¬≠ly¬≠siert wur¬≠de. Wenn der √úber¬≠gang von einem mensch¬≠li¬≠chen sozia¬≠len Sys¬≠tem zu einem ande¬≠ren als eine Form von Suk¬≠zes¬≠si¬≠on betrach¬≠tet wer¬≠den kann, bei dem Gesell¬≠schafts¬≠for¬≠men ein¬≠an¬≠der abl√∂¬≠sen wie sera¬≠le Sta¬≠di¬≠en in der Natur, k√∂nn¬≠te man dar¬≠aus auch fol¬≠gern, dass der sozia¬≠le Wan¬≠del einem ganz eige¬≠nen Takt folgt. Im Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠pro¬≠zess eines Wald¬≠bi¬≠o¬≠ms in den gem√§¬≠√üig¬≠ten Brei¬≠ten wer¬≠den bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠ter durch Gr√§¬≠ser ersetzt, die¬≠se dann durch Stau¬≠den und Str√§u¬≠cher, und Letz¬≠te¬≠re schlie√ü¬≠lich durch B√§u¬≠me, wobei Rei¬≠hen¬≠fol¬≠ge und zeit¬≠li¬≠che Glie¬≠de¬≠rung des Vor¬≠gangs bis zum einem gewis¬≠sen Grad vor¬≠her¬≠sag¬≠bar sind. 

Die Ursa¬≠che f√ľr die¬≠se Vor¬≠her¬≠sag¬≠bar¬≠keit ist nicht ohne Bedeu¬≠tung f√ľr unse¬≠re der¬≠zei¬≠ti¬≠ge Lage. Die blo¬≠√üe Erde eines auf¬≠ge¬≠ge¬≠be¬≠nen Bau¬≠plat¬≠zes in den gem√§¬≠√üig¬≠ten Zonen etwa ist eine geeig¬≠ne¬≠te Umge¬≠bung f√ľr die Ansied¬≠lung von Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠tern, nicht aber f√ľr die Hart¬≠holz¬≠b√§u¬≠me, Unter¬≠holz¬≠ge¬≠w√§ch¬≠se und ande¬≠ren Lebe¬≠we¬≠sen, aus denen die Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft des Wal¬≠des hier besteht. Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠ter, die sich in ihrer Ent¬≠wick¬≠lung dar¬≠auf spe¬≠zia¬≠li¬≠siert haben, auf gest√∂r¬≠ten B√∂den zu gedei¬≠hen, schie¬≠√üen schnell empor und bede¬≠cken nach weni¬≠gen Jah¬≠ren den Boden. Im Ver¬≠lauf die¬≠ses Vor¬≠gangs aller¬≠dings √§ndern sie wie¬≠der¬≠um ihre Umge¬≠bung und machen sie dadurch erneut besied¬≠lungs¬≠f√§¬≠hig, aber nicht durch wei¬≠te¬≠re Pio¬≠nier¬≠kr√§u¬≠ter, son¬≠dern durch Gr√§¬≠ser und ande¬≠re Pflan¬≠zen, und die¬≠se ver¬≠dr√§n¬≠gen schlie√ü¬≠lich die Kr√§u¬≠ter und beset¬≠zen den auf¬≠ge¬≠ge¬≠be¬≠nen Bauplatz. 

Der¬≠sel¬≠be Pro¬≠zess wie¬≠der¬≠holt sich, wenn die Gr√§¬≠ser und ande¬≠re Pflan¬≠zen des zwei¬≠ten sera¬≠len Sta¬≠di¬≠ums die Umge¬≠bung des auf¬≠ge¬≠ge¬≠be¬≠nen Bau¬≠plat¬≠zes ihrer¬≠seits so weit ge√§n¬≠dert haben, dass er bes¬≠ser f√ľr eine ande¬≠re Sere als f√ľr ihre eige¬≠nen Nach¬≠kom¬≠men geeig¬≠net ist. Der Vor¬≠gang setzt sich fort und ver¬≠liert dabei all¬≠m√§h¬≠lich an Geschwin¬≠dig¬≠keit, bis schlie√ü¬≠lich eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft erreicht ist, die ihre Umge¬≠bung so kon¬≠stant h√§lt, dass sie f√ľr die Nach¬≠kom¬≠men ihrer eige¬≠nen Mit¬≠glieds¬≠or¬≠ga¬≠nis¬≠men geeig¬≠net bleibt. An die¬≠sem Punkt ist Nach¬≠hal¬≠tig¬≠keit erreicht: Die Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft √§ndert sich immer noch √ľber l√§n¬≠ge¬≠re Zeit¬≠r√§u¬≠me, durch Kli¬≠ma¬≠wan¬≠del oder das Auf¬≠tre¬≠ten neu¬≠er Arten, die von anders¬≠wo¬≠her ein¬≠si¬≠ckern, und sie kann durch Feu¬≠er oder ande¬≠re Kata¬≠stro¬≠phen in blo¬≠√üe Erde zur√ľck¬≠ver¬≠wan¬≠delt wer¬≠den, aber es ist m√∂g¬≠lich, dass sie die¬≠sel¬≠be wie¬≠der¬≠erkenn¬≠ba¬≠re Form √ľber Jahr¬≠tau¬≠sen¬≠de hin¬≠weg bei¬≠be¬≠h√§lt. Das Stre¬≠ben nach einer nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft ver¬≠l√§uft, anders aus¬≠ge¬≠dr√ľckt, par¬≠al¬≠lel zur Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠fol¬≠ge eines √Ėko¬≠sys¬≠tems in Rich¬≠tung auf eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, und weder der eine noch der ande¬≠re Pro¬≠zess kann durch eine ein¬≠zi¬≠ge Wand¬≠lung erreicht werden. 

Daf√ľr las¬≠sen sich ein¬≠deu¬≠ti¬≠ge Bei¬≠spie¬≠le aus der mensch¬≠li¬≠chen Geschich¬≠te fin¬≠den. Die Erfin¬≠dung der Land¬≠wirt¬≠schaft in der Alten Welt erfolg¬≠te nach dem Ende der letz¬≠ten Eis¬≠zeit vor etwa 11.000 Jah¬≠ren, als ein dra¬≠ma¬≠ti¬≠scher Kli¬≠ma¬≠wan¬≠del auf der gan¬≠zen Welt sta¬≠bi¬≠le √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠me durch¬≠ein¬≠an¬≠der brach¬≠te und mensch¬≠li¬≠che Kul¬≠tu¬≠ren neue Wege fin¬≠den muss¬≠ten, ihren Lebens¬≠un¬≠ter¬≠halt zu bestrei¬≠ten. Im Nahen Osten ver¬≠wan¬≠del¬≠ten sich frucht¬≠ba¬≠re Gras¬≠step¬≠pen in W√ľs¬≠ten, nach¬≠dem der Win¬≠ter¬≠re¬≠gen, der jahr¬≠tau¬≠sen¬≠de¬≠lang ver¬≠l√§ss¬≠lich gefal¬≠len war, aus¬≠blieb, und die Men¬≠schen ver¬≠fie¬≠len dar¬≠auf, in Fluss¬≠t√§¬≠lern Getrei¬≠de anzu¬≠bau¬≠en und auf den umlie¬≠gen¬≠den H√ľgeln Vieh zu wei¬≠den, da dies die ein¬≠zi¬≠ge Alter¬≠na¬≠ti¬≠ve zum Hun¬≠ger¬≠tod war. Der¬≠sel¬≠be Vor¬≠gang wie¬≠der¬≠hol¬≠te sich etwas sp√§¬≠ter in Mexi¬≠ko, dem Kern¬≠land der Land¬≠wirt¬≠schaft in der Neu¬≠en Welt, als eine par¬≠al¬≠le¬≠le Rei¬≠he von Kli¬≠ma¬≠wan¬≠del¬≠pro¬≠zes¬≠sen dort eben¬≠falls zur W√ľs¬≠ten¬≠bil¬≠dung f√ľhrte. 

Das neue √Ėko¬≠sys¬≠tem des Acker¬≠baus erwies sich als √§u√üerst erfolg¬≠reich und brei¬≠te¬≠te sich mit gro¬≠√üer Geschwin¬≠dig¬≠keit aus, aber es war immer noch sehr wenig effi¬≠zi¬≠ent, da es allein auf der nat√ľr¬≠li¬≠chen Frucht¬≠bar¬≠keit des Bodens beruh¬≠te. Es waren Tau¬≠sen¬≠de von Jah¬≠ren und eine Rei¬≠he kata¬≠stro¬≠pha¬≠ler Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠che not¬≠wen¬≠dig, damit ein wirk¬≠lich nach¬≠hal¬≠ti¬≠ges Sys¬≠tem dar¬≠aus wer¬≠den konn¬≠te, und eini¬≠ge der letz¬≠ten Schrit¬≠te in die¬≠se Rich¬≠tung erfolg¬≠ten nicht vor der Geburt des Bio¬≠land¬≠baus im 20. Jahr¬≠hun¬≠dert. Nichts¬≠des¬≠to¬≠trotz muss man sich unbe¬≠dingt vor Augen hal¬≠ten, dass die Land¬≠wirt¬≠schaft letzt¬≠lich doch nach¬≠hal¬≠tig wur¬≠de, und in eini¬≠gen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men sogar jahr¬≠hun¬≠der¬≠te¬≠lang nach¬≠hal¬≠tig betrie¬≠ben wur¬≠de. Die enor¬≠me Rege¬≠ne¬≠ra¬≠ti¬≠ons¬≠f√§¬≠hig¬≠keit des ost¬≠asia¬≠ti¬≠schen Reis¬≠an¬≠baus wur¬≠de schon vor lan¬≠ger Zeit von F. H. King in ‚ÄúFar¬≠mers of For¬≠ty Cen¬≠tu¬≠ries‚ÄĚ doku¬≠men¬≠tiert, aber wer wei√ü schon, dass Syri¬≠en ‚Äď wo der Getrei¬≠de¬≠an¬≠bau wahr¬≠schein¬≠lich erfun¬≠den wur¬≠de und auf jeden Fall schon so lan¬≠ge betrie¬≠ben wird wie kaum irgend¬≠wo sonst auf der Welt ‚Äď heu¬≠te noch immer im gr√∂¬≠√üe¬≠ren Umfang Wei¬≠zen exportiert. 

Die Geburt des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus vor eini¬≠gen Jahr¬≠hun¬≠der¬≠ten steht, wie ich vor¬≠schla¬≠gen m√∂ch¬≠te, f√ľr einen par¬≠al¬≠le¬≠len Pro¬≠zess, in dem ein neu¬≠es mensch¬≠li¬≠ches √Ėko¬≠sys¬≠tem auf¬≠ge¬≠kom¬≠men ist. Wie die Land¬≠wirt¬≠schaft in den Anf√§n¬≠gen ihres geschicht¬≠li¬≠chen Wegs ist die¬≠ses neue √Ėko¬≠sys¬≠tem unge¬≠heu¬≠er wenig effi¬≠zi¬≠ent und ver¬≠schwen¬≠det Ener¬≠gie und Res¬≠sour¬≠cen in einer nicht auf¬≠recht¬≠zu¬≠er¬≠hal¬≠ten¬≠den Geschwin¬≠dig¬≠keit. Und eben¬≠so wie die Land¬≠wirt¬≠schaft wird sei¬≠ne Ent¬≠wick¬≠lung ver¬≠mut¬≠lich von kata¬≠stro¬≠phi¬≠schen Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠chen beglei¬≠tet wer¬≠den, des¬≠sen ers¬≠ter mit eini¬≠ger Wahr¬≠schein¬≠lich¬≠keit p√ľnkt¬≠lich √ľber die n√§chs¬≠ten paar Jahr¬≠zehn¬≠te hin¬≠weg ein¬≠tre¬≠ten wird. M√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se wird einer die¬≠ser Zusam¬≠men¬≠br√ľ¬≠che das Ende des gesam¬≠ten Pro¬≠jekts ein¬≠l√§u¬≠ten ‚Äď schlie√ü¬≠lich ist nicht jeder √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Neu¬≠un¬≠ter¬≠neh¬≠mung Erfolg beschie¬≠den ‚Äď, aber eben¬≠so m√∂g¬≠lich ist es, dass weni¬≠ger ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠sche Aus¬≠pr√§¬≠gun¬≠gen des¬≠sel¬≠ben grund¬≠le¬≠gen¬≠den √Ėko¬≠sys¬≠tems am Ende ihren Weg zu einem neu¬≠en, nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Modell von mensch¬≠li¬≠chen Gemein¬≠schaf¬≠ten fin¬≠den wer¬≠den, das auf sol¬≠chen Ele¬≠men¬≠ten fort¬≠schritt¬≠li¬≠cher Tech¬≠no¬≠lo¬≠gie beruht, die lang¬≠fris¬≠tig und mit Hil¬≠fe erneu¬≠er¬≠ba¬≠rer Res¬≠sour¬≠cen her¬≠ge¬≠stellt, betrie¬≠ben und gewar¬≠tet wer¬≠den k√∂nnen. 

Mir scheint die Vor¬≠stel¬≠lung nicht unplau¬≠si¬≠bel, dass man den Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus aus der Per¬≠spek¬≠ti¬≠ve der fer¬≠nen Zukunft ein¬≠mal als eine fr√ľ¬≠he und inef¬≠fi¬≠zi¬≠en¬≠te Form des¬≠sen, was man ‚ÄúTech¬≠nik-Gesell¬≠schaft‚ÄĚ nen¬≠nen k√∂nn¬≠te, betrach¬≠ten wird. Wie ande¬≠re For¬≠men von mensch¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men k√∂nn¬≠te man die Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft viel¬≠leicht am bes¬≠ten anhand ihrer Ener¬≠gie¬≠quel¬≠len beschrei¬≠ben. Eine Wild¬≠beu¬≠ter¬≠ge¬≠sell¬≠schaft beruht haupt¬≠s√§ch¬≠lich auf Ener¬≠gie in Form von Nah¬≠rung, die nat√ľr¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠te¬≠men ent¬≠nom¬≠men und durch klei¬≠ne Men¬≠gen von nicht aus Nah¬≠rung stam¬≠men¬≠der Ener¬≠gie in Form von Feu¬≠er¬≠holz usw. erg√§nzt wird. Eine Agrar¬≠ge¬≠sell¬≠schaft beruht haupt¬≠s√§ch¬≠lich auf Ener¬≠gie in Form von Nah¬≠rung, die einem k√ľnst¬≠li¬≠chen √Ėko¬≠sys¬≠tem, das durch mensch¬≠li¬≠che Anstren¬≠gun¬≠gen geschaf¬≠fen und auf¬≠recht¬≠erhal¬≠ten wird, ent¬≠nom¬≠men und durch klei¬≠ne Men¬≠gen von nicht aus Nah¬≠rung stam¬≠men¬≠der Ener¬≠gie in Form von Feu¬≠er¬≠holz und ande¬≠ren Brenn¬≠stof¬≠fen sowie klei¬≠nen Men¬≠gen von Wind‚ÄĎ, Was¬≠ser- und Son¬≠nen¬≠en¬≠er¬≠gie erg√§nzt wird. 

Eine Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft hin¬≠ge¬≠gen beruht haupt¬≠s√§ch¬≠lich auf Ener¬≠gie aus erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren oder nicht-erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Quel¬≠len, die durch Nah¬≠rung erg√§nzt wer¬≠den, die ganz oder teil¬≠wei¬≠se mit Hil¬≠fe von nicht aus Nah¬≠rung stam¬≠men¬≠der Ener¬≠gie erzeugt wird. Die moder¬≠ne Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ist ein¬≠fach eine Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft, deren Ener¬≠gie¬≠er¬≠zeu¬≠gung auf nicht-erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Quel¬≠len beruht und die ihre Waren- und Dienst¬≠leis¬≠tungs¬≠pro¬≠duk¬≠ti¬≠on zum Preis einer unge¬≠heu¬≠ren Inef¬≠fi¬≠zi¬≠enz maxi¬≠miert hat. Am ande¬≠ren Ende des Spek¬≠trums befin¬≠det sich eine Idee der Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft, viel¬≠leicht am bes¬≠ten als ‚Äú√Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft‚ÄĚ cha¬≠rak¬≠te¬≠ri¬≠siert, die auf erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Ener¬≠gie¬≠quel¬≠len fu√üt und die Effi¬≠zi¬≠enz ihres Ener¬≠gie- und Res¬≠sour¬≠cen¬≠ver¬≠brauchs zum Preis eines wesent¬≠lich beschr√§nk¬≠te¬≠ren Zugangs zu Waren und Dienst¬≠leis¬≠tun¬≠gen maxi¬≠mie¬≠ren wird. 

In der Abend¬≠d√§m¬≠me¬≠rung der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft scheint das Kon¬≠zept einer √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft ver¬≠lo¬≠ckend, und dies nicht nur f√ľr die¬≠je¬≠ni¬≠gen, denen die tief¬≠grei¬≠fen¬≠de Abh√§n¬≠gig¬≠keit der Men¬≠schen von der irdi¬≠schen Bio¬≠sph√§¬≠re bewusst ist. Bis dahin ist es aber noch ein wei¬≠ter Weg, und wenn man sich dabei in irgend¬≠ei¬≠ner Form am Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠mo¬≠dell ori¬≠en¬≠tie¬≠ren kann, ist der Ver¬≠such, vom wuchern¬≠den Unkraut der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft direkt in die gr√ľ¬≠nen¬≠den W√§l¬≠der der √Ėko¬≠tech¬≠nik-Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on zu sprin¬≠gen, zum Schei¬≠tern ver¬≠ur¬≠teilt. Selbst ohne Ber√ľck¬≠sich¬≠ti¬≠gung des Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠mo¬≠dells haben wir nur eine extre¬≠me nebu¬≠l√∂¬≠se Vor¬≠stel¬≠lung davon, wel¬≠che Form eine wirk¬≠lich nach¬≠hal¬≠ti¬≠ge Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft anneh¬≠men k√∂nn¬≠te, und die geschicht¬≠li¬≠che Erfah¬≠rung legt nahe, dass ein lan¬≠ger Evo¬≠lu¬≠ti¬≠ons¬≠pro¬≠zess des Immer-wie¬≠der-Aus¬≠pro¬≠bie¬≠rens n√∂tig sein wird, um die unver¬≠meid¬≠li¬≠chen Macken zu besei¬≠ti¬≠gen und eine Form der Tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft zu ent¬≠wi¬≠ckeln, die tat¬≠s√§ch¬≠lich eine lang¬≠fris¬≠ti¬≠ge Sta¬≠bi¬≠li¬≠t√§t erm√∂glicht. 

Nat√ľr¬≠lich wird die¬≠ser Pro¬≠zess vom nahen¬≠den Zusam¬≠men¬≠bruch der moder¬≠nen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft beein¬≠flusst wer¬≠den, aber nicht auf die Art, die von den der¬≠zeit gras¬≠sie¬≠ren¬≠den ver¬≠welt¬≠lich¬≠ten Apo¬≠ka¬≠lyp¬≠se-Reli¬≠gio¬≠nen pro¬≠pa¬≠giert wird. Wer auch immer vom Ende des Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ters erwar¬≠tet, dass dadurch die √Ąra der von ihm bevor¬≠zug¬≠ten Ver¬≠si¬≠on einer uto¬≠pi¬≠schen Gesell¬≠schaft ein¬≠ge¬≠lei¬≠tet wird, soll¬≠te sich mei¬≠ner fes¬≠ten √úber¬≠zeu¬≠gung nach auf eine unge¬≠heu¬≠re Ent¬≠t√§u¬≠schung ein¬≠stel¬≠len. Radi¬≠ka¬≠le Pl√§¬≠ne sozia¬≠ler √Ąnde¬≠rung flo¬≠rie¬≠ren in der Regel in der expan¬≠die¬≠ren¬≠den Pha¬≠se einer Kul¬≠tur, wenn die √ľber¬≠rei¬≠chen Res¬≠sour¬≠cen zum Expe¬≠ri¬≠men¬≠tie¬≠ren ver¬≠lei¬≠ten, aber unter den rau¬≠en Bedin¬≠gun¬≠gen eines Zeit¬≠al¬≠ters des Nie¬≠der¬≠gangs und der Schrump¬≠fung gibt es sol¬≠che Frei¬≠hei¬≠ten ein¬≠fach nicht mehr. In den vor uns lie¬≠gen¬≠den Jahr¬≠zehn¬≠ten und Jahr¬≠hun¬≠der¬≠ten, in denen die meis¬≠ten Men¬≠schen ums √úber¬≠le¬≠ben k√§mp¬≠fen wer¬≠den ‚Äď vie¬≠le davon ver¬≠geb¬≠lich ‚Äď, wird der Traum einer idea¬≠len Gesell¬≠schaft hin¬≠ter die Erf√ľl¬≠lung drin¬≠gen¬≠de¬≠rer Bed√ľrf¬≠nis¬≠se zur√ľck¬≠tre¬≠ten m√ľssen. 

Es ist aller¬≠dings durch¬≠aus wich¬≠tig zu ver¬≠ste¬≠hen, dass dies nur eine ande¬≠re Art ist, bereits ander¬≠wei¬≠tig vor¬≠ge¬≠brach¬≠te Argu¬≠men¬≠te zu for¬≠mu¬≠lie¬≠ren. Wenn mensch¬≠li¬≠che Gesell¬≠schaf¬≠ten in ihrer Auf¬≠ein¬≠an¬≠der¬≠fol¬≠ge irgend¬≠wie der √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Suk¬≠zes¬≠si¬≠on √§hneln, wer¬≠den die Gesell¬≠schaf¬≠ten, die aus den Tr√ľm¬≠mern der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ent¬≠ste¬≠hen, die¬≠je¬≠ni¬≠gen sein, die am bes¬≠ten an die Umwelt ange¬≠passt sind, die von ihren Vor¬≠g√§n¬≠gern geschaf¬≠fen wur¬≠de. Sie sind viel¬≠leicht noch lan¬≠ge nicht nach¬≠hal¬≠tig, haben sich aber h√∂chst¬≠wahr¬≠schein¬≠lich bereits ein betr√§cht¬≠li¬≠ches St√ľck in die¬≠se Rich¬≠tung bewegt, und sei es nur des¬≠halb, weil die M√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten zur Ver¬≠schwen¬≠dung von Res¬≠sour¬≠cen durch die Ersch√∂p¬≠fung so vie¬≠ler davon betr√§cht¬≠lich ein¬≠ge¬≠schr√§nkt sei¬≠en wer¬≠den. Wel¬≠che For¬≠men die¬≠se Gesell¬≠schaf¬≠ten anneh¬≠men k√∂nn¬≠ten, wird das The¬≠ma des n√§chs¬≠ten Bei¬≠trags (‚ÄúDie Lei¬≠ter nach unten‚ÄĚ) sein. 

04. Okto¬≠ber 2007 

(http://thearchdruidreport.blogspot.com/2007/10/toward-ecotechnic-society.html)