Der letzt¬≠w√∂¬≠chi¬≠ge Bei¬≠trag im Arch¬≠druid Report warf die Fra¬≠ge auf, ob zuk√ľnf¬≠ti¬≠ge Gesell¬≠schaf¬≠ten in der Lage sein k√∂nn¬≠ten, einen rela¬≠tiv hohen tech¬≠no¬≠lo¬≠gi¬≠schen Stand auf¬≠recht zu erhal¬≠ten, ohne in die¬≠sel¬≠be Fal¬≠le zu lau¬≠fen wie unse¬≠re heu¬≠ti¬≠ge Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft und sich dabei auf den ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠schen Gebrauch nicht¬≠er¬≠neu¬≠er¬≠ba¬≠rer Res¬≠sour¬≠cen zu st√ľt¬≠zen. Den Traum, eine Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on sol¬≠cher Art auf¬≠zu¬≠bau¬≠en ‚Äď eine ‚Äú√Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft‚ÄĚ, um den vor mir im besag¬≠ten Bei¬≠trag ver¬≠wen¬≠de¬≠ten Begriff zu ver¬≠wen¬≠den ‚Äď, hegen schon seit Jah¬≠ren vie¬≠le, die sich in alter¬≠na¬≠ti¬≠ven Krei¬≠sen bewe¬≠gen, und dies nicht ohne Grund. 

Dem Traum zugrun¬≠de liegt eine gewief¬≠te phi¬≠lo¬≠so¬≠phi¬≠sche Stra¬≠te¬≠gie. Ein zen¬≠tra¬≠ler Bestand¬≠teil der Rhe¬≠to¬≠rik, mit der die sozia¬≠len Struk¬≠tu¬≠ren unse¬≠rer moder¬≠nen indus¬≠tri¬≠el¬≠len Welt gerecht¬≠fer¬≠tigt wer¬≠den, ist die zwang¬≠haft vor¬≠ge¬≠tra¬≠ge¬≠ne dia¬≠me¬≠tra¬≠le Gegen¬≠s√§tz¬≠lich¬≠keit der auf¬≠ge¬≠kl√§r¬≠ten, tech¬≠nisch fort¬≠schritt¬≠li¬≠chen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten und des angeb¬≠lich elen¬≠dig pri¬≠mi¬≠ti¬≠ven vor¬≠in¬≠dus¬≠tri¬≠el¬≠len Lebens. Vie¬≠le der heu¬≠ti¬≠gen Kri¬≠ti¬≠ker des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus fal¬≠len dar¬≠auf her¬≠ein, akzep¬≠tie¬≠ren die¬≠se Gegen¬≠s√§tz¬≠lich¬≠keit und dre¬≠hen ein¬≠fach die Wert¬≠zu¬≠schrei¬≠bung um, als ob es m√∂g¬≠lich w√§re, aus einer dua¬≠lis¬≠ti¬≠schen Denk¬≠wei¬≠se aus¬≠zu¬≠bre¬≠chen, indem man den Dua¬≠lis¬≠mus auf den Kopf stellt. 

Der √Ėko¬≠tech¬≠nik-Traum ist inso¬≠fern cle¬≠ve¬≠rer, als dass er die¬≠se Gegen¬≠s√§tz¬≠lich¬≠keit von vorn¬≠her¬≠ein √ľber¬≠win¬≠det. Um kurz in den Jar¬≠gon des moder¬≠nen Drui¬≠den¬≠tums zu ver¬≠fal¬≠len: Eine unauf¬≠ge¬≠l√∂s¬≠te Zwei¬≠heit wird in eine aus¬≠ge¬≠wo¬≠ge¬≠ne Drei¬≠heit ver¬≠wan¬≠delt. Weni¬≠ger abge¬≠ho¬≠ben aus¬≠ge¬≠dr√ľckt geht es dar¬≠um, einen drit¬≠ten Weg zu fin¬≠den, der vie¬≠le der bes¬≠ten Sei¬≠ten der gegen¬≠s√§tz¬≠li¬≠chen Posi¬≠tio¬≠nen in sich ver¬≠eint und den schein¬≠ba¬≠ren Wider¬≠spruch dadurch hin¬≠weg¬≠fegt, dass das Feld der m√∂g¬≠li¬≠chen Optio¬≠nen erwei¬≠tert wird ‚Äď nicht nur auf drei, son¬≠dern auf unend¬≠lich vie¬≠le. Die Fra¬≠ge ist nicht mehr, ob man eines der bei¬≠den Sys¬≠te¬≠me in sei¬≠ner Gesamt¬≠heit akzep¬≠tiert ‚Äď in einer Wahl, die kei¬≠ner¬≠lei Alter¬≠na¬≠ti¬≠ven kennt ‚Äď, son¬≠dern wel¬≠che Aus¬≠wahl man aus einer schwin¬≠del¬≠erre¬≠gend gro¬≠√üen Zahl von Fak¬≠to¬≠ren tref¬≠fen m√∂ch¬≠te, die zur Ent¬≠ste¬≠hung der zuk√ľnf¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft bei¬≠tra¬≠gen sollen. 

Die Visi¬≠on einer √Ėko¬≠tech¬≠nik-Zukunft soll¬≠te man also unbe¬≠dingt wei¬≠ter im Hin¬≠ter¬≠kopf behal¬≠ten. Als Pla¬≠nung f√ľr die n√§he¬≠re Zukunft ver¬≠stan¬≠den steht sie aller¬≠dings vor den¬≠sel¬≠ben enor¬≠men Schwie¬≠rig¬≠kei¬≠ten, die in mei¬≠nem fr√ľ¬≠he¬≠ren Bei¬≠trag zum Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠pro¬≠zess behan¬≠delt wur¬≠den. In der Spra¬≠che der √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Suk¬≠zes¬≠si¬≠on ist eine voll¬≠kom¬≠me¬≠ne √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, und man kann nicht mit einem ein¬≠zi¬≠gen Sprung von der Pio¬≠nier¬≠be¬≠sied¬≠lung durch Unkr√§u¬≠ter zur Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft des alt¬≠be¬≠stehen¬≠den Walds gelan¬≠gen. Die Bedin¬≠gun¬≠gen, unter denen sich eine Kli¬≠max¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ange¬≠sichts der Kon¬≠kur¬≠renz ande¬≠rer bio¬≠ti¬≠scher Gesell¬≠schaf¬≠ten eta¬≠blie¬≠ren und hal¬≠ten k√∂nn¬≠te, sind noch nicht erreicht. 

Dies gilt f√ľr mensch¬≠li¬≠che Sozi¬≠al¬≠sys¬≠te¬≠me nicht weni¬≠ger als f√ľr die jeder ande¬≠ren bio¬≠ti¬≠schen Gemein¬≠schaft. Der Gedan¬≠ke ist so wohl¬≠tu¬≠end wie beliebt, dass sozia¬≠ler Wan¬≠del beim Men¬≠schen haupt¬≠s√§ch¬≠lich durch bewuss¬≠te Ent¬≠schei¬≠dung oder sonst wel¬≠che ein¬≠zig¬≠ar¬≠tig mensch¬≠li¬≠chen Fak¬≠to¬≠ren getra¬≠gen w√ľr¬≠de, aber die Wis¬≠sen¬≠schaft von der √Ėko¬≠lo¬≠gie des Men¬≠schen eben¬≠so wie die his¬≠to¬≠ri¬≠schen Tat¬≠sa¬≠chen ‚Äď und die Geschich¬≠te ist nichts wei¬≠ter als die mensch¬≠li¬≠che √Ėko¬≠lo¬≠gie in der Zeit ‚Äď spre¬≠chen eine ande¬≠re Spra¬≠che. Die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on hat nicht √ľber ande¬≠re For¬≠men von mensch¬≠li¬≠chen Gesell¬≠schaf¬≠ten tri¬≠um¬≠phiert, weil ihre Mit¬≠glie¬≠der dies ver¬≠ein¬≠bart und geplant h√§t¬≠ten, son¬≠dern weil sie es zur Zeit ihres Auf¬≠kom¬≠mens, in einer Welt vol¬≠ler unan¬≠ge¬≠tas¬≠te¬≠ter Reser¬≠ven von fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fen, ver¬≠stan¬≠den hat, den Kon¬≠kur¬≠renz¬≠druck ande¬≠rer sozia¬≠ler Sys¬≠te¬≠me und die Beschr√§n¬≠kun¬≠gen der Natur zu √ľberwinden. 

Eben¬≠so steht die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Zivi¬≠li¬≠sa¬≠ti¬≠on des¬≠halb vor dem Unter¬≠gang, weil ihre Aus¬≠sich¬≠ten, sich gegen die Wid¬≠rig¬≠kei¬≠ten der Natur und die Kon¬≠kur¬≠renz ande¬≠rer, weni¬≠ger ener¬≠gie- und tech¬≠no¬≠lo¬≠gie¬≠ab¬≠h√§n¬≠gi¬≠ger Gesell¬≠schaf¬≠ten zu behaup¬≠ten, durch die Knapp¬≠heit und Ver¬≠teue¬≠rung der fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fe h√∂chst zwei¬≠fel¬≠haft gewor¬≠den sind. Die mensch¬≠li¬≠chen Gesell¬≠schaf¬≠ten, die im Gefol¬≠ge des ver¬≠schwin¬≠den¬≠den Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus ent¬≠ste¬≠hen, wer¬≠den wie¬≠der¬≠um sol¬≠che sein, die sich unter den gewan¬≠del¬≠ten Bedin¬≠gun¬≠gen des Zeit¬≠al¬≠ters der Deindus¬≠tria¬≠li¬≠sie¬≠rung bes¬≠ser eta¬≠blie¬≠ren und hal¬≠ten k√∂n¬≠nen als ihre Kon¬≠kur¬≠ren¬≠ten. Wir m√∂gen unse¬≠re Vor¬≠lie¬≠ben haben ‚Äď das letz¬≠te Wort hat die Natur. 

Die Bedin¬≠gun¬≠gen, die es einer √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft erlau¬≠ben w√ľr¬≠den, sich zu eta¬≠blie¬≠ren und zu hal¬≠ten, sind mehr oder weni¬≠ger die¬≠je¬≠ni¬≠gen, die geherrscht haben, bevor die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Revo¬≠lu¬≠ti¬≠on die Schatz¬≠kis¬≠te der im Erd¬≠in¬≠nern ver¬≠bor¬≠ge¬≠nen Koh¬≠len¬≠was¬≠ser¬≠stof¬≠fe auf¬≠brach und zum kurz¬≠fris¬≠ti¬≠gen Nut¬≠zen zu pl√ľn¬≠dern begann. In einer Welt, deren Ener¬≠gie¬≠res¬≠sour¬≠cen auf Son¬≠ne, Wind, Was¬≠ser, Mus¬≠kel¬≠ar¬≠beit und Bio¬≠mas¬≠se beschr√§nkt sind und in der alle Arbei¬≠ten mit die¬≠sen Hilfs¬≠mit¬≠teln aus¬≠ge¬≠f√ľhrt wer¬≠den m√ľs¬≠sen, haben die¬≠je¬≠ni¬≠gen Gesell¬≠schaf¬≠ten, die effi¬≠zi¬≠en¬≠te und nach¬≠hal¬≠ti¬≠ge Tech¬≠no¬≠lo¬≠gien zur Nut¬≠zung die¬≠ser Res¬≠sour¬≠cen ent¬≠wi¬≠ckeln, einen ent¬≠schei¬≠den¬≠den √úber¬≠le¬≠bens¬≠vor¬≠teil gegen¬≠√ľber kon¬≠kur¬≠rie¬≠ren¬≠den Gesell¬≠schaf¬≠ten, die dies nicht tun ‚Äď man ver¬≠glei¬≠che nur die 5000-j√§h¬≠ri¬≠ge Geschich¬≠te des kai¬≠ser¬≠li¬≠chen Chi¬≠na mit dem t√∂d¬≠li¬≠chen Stru¬≠del, in dem die Maya untergingen. 

Das unmit¬≠tel¬≠ba¬≠re Pro¬≠blem f√ľr die Ver¬≠wirk¬≠li¬≠chung der √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaft besteht dar¬≠in, dass die¬≠se Bedin¬≠gun¬≠gen eben noch nicht wie¬≠der herr¬≠schen. Bis jetzt haben wir unge¬≠f√§hr die H√§lf¬≠te der welt¬≠wei¬≠ten Erd¬≠√∂l¬≠re¬≠ser¬≠ven auf¬≠ge¬≠braucht und etwas weni¬≠ger als die H√§lf¬≠te der Koh¬≠le- und Erd¬≠gas¬≠re¬≠ser¬≠ven. Die F√∂r¬≠de¬≠rung all die¬≠ser Brenn¬≠stof¬≠fe ist durch glo¬≠ba¬≠le Maxi¬≠ma und anschlie¬≠√üen¬≠de R√ľck¬≠g√§n¬≠ge gekenn¬≠zeich¬≠net, was unter ande¬≠rem bedeu¬≠tet, dass sie in abneh¬≠men¬≠der Men¬≠ge noch f√ľr lan¬≠ge Zeit ver¬≠f√ľg¬≠bar sein wer¬≠den. Zwar wer¬≠den die moder¬≠nen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten das Ende des ste¬≠ti¬≠gen Wachs¬≠tums ihrer Ener¬≠gie¬≠ver¬≠sor¬≠gung ver¬≠mut¬≠lich in ihrer heu¬≠ti¬≠gen Form nicht √ľber¬≠le¬≠ben, aber das F√∂r¬≠der¬≠ma¬≠xi¬≠mum f√ľr fos¬≠si¬≠le Brenn¬≠stof¬≠fe wird h√∂chst¬≠wahr¬≠schein¬≠lich dazu f√ľh¬≠ren, dass ande¬≠re, bes¬≠ser an eine Welt mit sin¬≠ken¬≠der Ener¬≠gie¬≠ver¬≠f√ľg¬≠bar¬≠keit ange¬≠passt For¬≠men des Indus¬≠tria¬≠lis¬≠mus ent¬≠ste¬≠hen ‚Äď und solan¬≠ge noch fos¬≠si¬≠le Ener¬≠gie ver¬≠f√ľg¬≠bar ist, wer¬≠den die¬≠se neo-indus¬≠tri¬≠el¬≠len Gesell¬≠schaf¬≠ten aller Vor¬≠rau¬≠sicht nach √ľber gr√∂¬≠√üe¬≠re √∂ko¬≠no¬≠mi¬≠sche und mili¬≠t√§¬≠ri¬≠sche Macht ver¬≠f√ľ¬≠gen als ihre √Ėkotechnik-Konkurrenten. 

Anders gesagt wer¬≠den vie¬≠le Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten der heu¬≠ti¬≠gen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten noch die n√§chs¬≠ten Jahr¬≠zehn¬≠te oder Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te √ľber¬≠dau¬≠ern. Die¬≠ses Erb¬≠st√ľ¬≠cke bestehen aus gespei¬≠cher¬≠ter Ener¬≠gie ‚Äď der Ener¬≠gie, die f√ľr ihre Her¬≠stel¬≠lung und den Auf¬≠bau der erfor¬≠der¬≠li¬≠chen Mate¬≠ri¬≠al- und Wis¬≠sens¬≠ba¬≠sis n√∂tig war ‚Äď, und die zus√§tz¬≠li¬≠che Ener¬≠gie, die f√ľr ihre War¬≠tung und Nut¬≠zung anf√§llt, d√ľrf¬≠te in vie¬≠len F√§l¬≠len im Ver¬≠gleich zu der dar¬≠in gespei¬≠cher¬≠ten Ener¬≠gie eher klein sein; der f√ľr den Wei¬≠ter¬≠be¬≠trieb eines Stau¬≠damms oder eines Com¬≠pu¬≠ters n√∂ti¬≠ge Auf¬≠wand ist rela¬≠tiv klein im Ver¬≠h√§lt¬≠nis zu dem dar¬≠in ent¬≠hal¬≠te¬≠nen Auf¬≠wand oder zu den Vor¬≠tei¬≠len, die einem ihr Besitz und ihre Nut¬≠zung bie¬≠ten kann. 

Es ist sehr wahr¬≠schein¬≠lich, dass deindus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠te Gesell¬≠schaf¬≠ten, die nicht mehr in der Lage w√§ren, einen Stau¬≠damm oder einen Com¬≠pu¬≠ter zu bau¬≠en, f√ľr eini¬≠ge Jahr¬≠zehn¬≠te oder sogar Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te das n√∂ti¬≠ge Wis¬≠sen und die ent¬≠spre¬≠chen¬≠de Res¬≠sour¬≠cen¬≠ba¬≠sis bewah¬≠ren k√∂n¬≠nen, um die¬≠se Anla¬≠gen wei¬≠ter zu betrei¬≠ben, √§hn¬≠lich wie es in den dunk¬≠len Jahr¬≠hun¬≠der¬≠ten nach dem Fall Roms √ľber¬≠all in Euro¬≠pa st√§d¬≠ti¬≠sche Gemein¬≠schaf¬≠ten gab, die r√∂mi¬≠sche Aqu√§¬≠duk¬≠te nutz¬≠ten und repa¬≠rier¬≠ten, die¬≠se aber nie¬≠mals selbst h√§t¬≠ten bau¬≠en k√∂n¬≠nen. Ein gro¬≠√üer Teil der tech¬≠ni¬≠schen Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten, die das Zeit¬≠al¬≠ter der Deindus¬≠tria¬≠li¬≠sie¬≠rung erben wird, besteht aller¬≠dings aus nicht-erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Res¬≠sour¬≠cen; wenn sie schlie√ü¬≠lich defekt sind, gehen sie ver¬≠lo¬≠ren ‚Äď f√ľr Jahr¬≠zehn¬≠te, f√ľr Jahr¬≠hun¬≠der¬≠te oder f√ľr immer. 

Das Ergeb¬≠nis zeigt inter¬≠es¬≠san¬≠te Par¬≠al¬≠le¬≠len zur √∂ko¬≠lo¬≠gi¬≠schen Suk¬≠zes¬≠si¬≠on. Kurz- und mit¬≠tel¬≠fris¬≠tig wer¬≠den im ein¬≠set¬≠zen¬≠den Zeit¬≠al¬≠ter der Deindus¬≠tria¬≠li¬≠sie¬≠rung genau die¬≠je¬≠ni¬≠gen Gesell¬≠schaf¬≠ten bl√ľ¬≠hen und gedei¬≠hen, die am wenigs¬≠tens in der Lage sind, lang¬≠fris¬≠tig zu √ľber¬≠le¬≠ben. Kurz¬≠fris¬≠tig wer¬≠den Gesell¬≠schaf¬≠ten, die ihre ver¬≠blei¬≠ben¬≠den fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fe ‚Äď gestreckt mit erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Res¬≠sour¬≠cen und m√∂g¬≠lichst viel High-Tech ‚Äď so effi¬≠zi¬≠ent wie m√∂g¬≠lich nut¬≠zen, ver¬≠mut¬≠lich wesent¬≠lich bes¬≠ser daste¬≠hen als sowohl die ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠schen Dino¬≠sau¬≠ri¬≠er¬≠kul¬≠tu¬≠ren der der¬≠zei¬≠ti¬≠gen indus¬≠tri¬≠el¬≠len Epo¬≠che wie auch die Nied¬≠rig¬≠ener¬≠gie-Gesell¬≠schaf¬≠ten, durch die sie schlie√ü¬≠lich ersetzt werden. 

Mit¬≠tel¬≠fris¬≠tig wer¬≠den Gesell¬≠schaf¬≠ten, die nach¬≠hal¬≠ti¬≠ge Sub¬≠sis¬≠tenz¬≠stra¬≠te¬≠gien und Wirt¬≠schafts¬≠wei¬≠sen mit einer effi¬≠zi¬≠en¬≠ten Nut¬≠zung der tech¬≠ni¬≠schen Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten des Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ters ver¬≠bin¬≠den, ver¬≠mut¬≠lich wesent¬≠lich daste¬≠hen als sowohl die wei¬≠ter¬≠hin von fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fen abh√§n¬≠gi¬≠gen Gesell¬≠schaf¬≠ten der vor¬≠an¬≠ge¬≠hen¬≠den Epo¬≠che wie auch die √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaf¬≠ten, von denen sie wie¬≠der¬≠um selbst ersetzt wer¬≠den. Erst wenn die F√∂r¬≠de¬≠rung fos¬≠si¬≠ler Brenn¬≠stof¬≠fe an einem Punkt ange¬≠langt ist, an dem Koh¬≠le und √Ėl sel¬≠te¬≠ne geo¬≠lo¬≠gi¬≠sche Kurio¬≠si¬≠t√§¬≠ten sind und die ver¬≠blei¬≠ben¬≠den Hin¬≠ter¬≠las¬≠sen¬≠schaf¬≠ten des Indus¬≠trie¬≠zeit¬≠al¬≠ters kei¬≠ne gr√∂¬≠√üe¬≠re wirt¬≠schaft¬≠li¬≠che Rol¬≠le mehr spie¬≠len, wer¬≠den √Ėko¬≠tech¬≠nik-Gesell¬≠schaf¬≠ten ihre vol¬≠le Wir¬≠kung entfalten. 

Die¬≠se Abfol¬≠ge muss man unbe¬≠dingt ber√ľck¬≠sich¬≠ti¬≠gen, wenn man f√ľr die Zukunft plant. Eines der gro¬≠√üen Hin¬≠der¬≠nis¬≠se f√ľr den Auf¬≠bau von ‚ÄúRet¬≠tungs¬≠boot-Gemein¬≠schaf¬≠ten‚ÄĚ, wie sie sich so vie¬≠le Den¬≠ker in der Peak-Oil-Bewe¬≠gung heu¬≠te aus¬≠ma¬≠len, besteht dar¬≠in, dass die¬≠se Gemein¬≠schaf¬≠ten zwar in der Zukunft m√∂g¬≠lich sein wer¬≠den (jeden¬≠falls theo¬≠re¬≠tisch), dies aber nicht f√ľr die Gegen¬≠wart gilt. Es gibt ein¬≠fach nicht son¬≠der¬≠lich vie¬≠le Men¬≠schen, die in der Lage w√§ren, ihren Platz in der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft zu ver¬≠las¬≠sen, aufs Land in ein √Ėko¬≠dorf zu zie¬≠hen und sich dort jahr¬≠zehn¬≠te¬≠lang selbst zu ver¬≠sor¬≠gen, w√§h¬≠rend die indus¬≠tri¬≠el¬≠le Maschi¬≠ne¬≠rie um sie her¬≠um lang¬≠sam, aber sicher knir¬≠schend und bebend zum Halt kommt. 

Im Kon¬≠text des hier von mir vor¬≠ge¬≠stell¬≠ten Modells √§hneln die ange¬≠hen¬≠den Gr√ľn¬≠der von Ret¬≠tungs¬≠boot-Gemein¬≠schaf¬≠ten den S√§m¬≠lin¬≠gen irgend¬≠ei¬≠ner Spe¬≠zi¬≠es eines alt¬≠be¬≠stehen¬≠den Walds, die ver¬≠su¬≠chen, in einem St√ľck Erde Wur¬≠zeln zu schla¬≠gen, dass noch von Pio¬≠nie¬≠runkr√§u¬≠tern bedeckt ist. Die Bedin¬≠gun¬≠gen, unter denen sie gedei¬≠hen k√∂nn¬≠ten, sind ein¬≠fach noch nicht ein¬≠ge¬≠tre¬≠ten. Die letz¬≠ten Jah¬≠re der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft und die Jahr¬≠zehn¬≠te der neo-indus¬≠tri¬≠el¬≠len Gesell¬≠schaf¬≠ten, die in einem Zeit¬≠al¬≠ter der erreich¬≠ten Gren¬≠zen mit schrump¬≠fen¬≠den Ener¬≠gie¬≠re¬≠ser¬≠ven k√§mp¬≠fen wer¬≠den, sind so gese¬≠hen eine H√ľr¬≠de, die erst genom¬≠men wer¬≠den muss, bevor eine wirk¬≠lich zukunfts¬≠tr√§ch¬≠ti¬≠ge Gesell¬≠schafts¬≠form ent¬≠wi¬≠ckelt wer¬≠den kann. 

Die¬≠se H√ľr¬≠de ist zu neh¬≠men, aber dazu ist eine ande¬≠re Her¬≠an¬≠ge¬≠hens¬≠wei¬≠se erfor¬≠der¬≠lich. Anstatt zu ver¬≠su¬≠chen, mit einem ein¬≠zi¬≠gen Sprung direkt in einer √∂ko¬≠lo¬≠gisch aus¬≠ge¬≠wo¬≠ge¬≠nen, voll¬≠st√§n¬≠dig nach¬≠hal¬≠ti¬≠gen Gesell¬≠schaft zu lan¬≠den, k√∂nn¬≠te es sich als not¬≠wen¬≠dig erwei¬≠sen, beim Abstieg von der Lei¬≠ter eine Spros¬≠se nach der ande¬≠ren zu neh¬≠men, sich dabei an den jewei¬≠li¬≠gen Wan¬≠del anzu¬≠pas¬≠sen und zu ver¬≠su¬≠chen, jeden Schritt der Abfol¬≠ge vor¬≠aus¬≠zu¬≠ah¬≠nen, um recht¬≠zei¬≠tig daf√ľr pla¬≠nen zu k√∂n¬≠nen. W√§h¬≠rend¬≠des¬≠sen kann man gleich¬≠zei¬≠tig auf die eine oder ande¬≠re Art im klei¬≠ne¬≠ren Ma√ü¬≠stand die Sub¬≠sis¬≠tenz¬≠stra¬≠te¬≠gien und sozia¬≠len Net¬≠ze aus¬≠pro¬≠bie¬≠ren, die f√ľr die fer¬≠ne¬≠re Zukunft n√∂tig sind. 

Die¬≠se Stra¬≠te¬≠gie ist eher evo¬≠lu¬≠tio¬≠n√§r als revo¬≠lu¬≠tio¬≠n√§r ‚Äď das hei√üt, sie ver¬≠folgt einen schritt¬≠wei¬≠sen Wan¬≠del und einen kon¬≠ti¬≠nu¬≠ier¬≠li¬≠chen Fort¬≠schritt des Expe¬≠ri¬≠men¬≠tie¬≠rens, anstatt zu ver¬≠su¬≠chen, mit der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit voll¬≠kom¬≠men zu bre¬≠chen und der Wirk¬≠lich¬≠keit ein Ide¬≠al auf¬≠zu¬≠zwin¬≠gen, dass sich am Ende viel¬≠leicht als eben¬≠so wenig lebens¬≠f√§¬≠hig erweist wie das, was es erset¬≠zen soll. Unter ande¬≠rem bedeu¬≠tet dies, dass sie auf √∂rt¬≠li¬≠cher und sogar indi¬≠vi¬≠du¬≠el¬≠ler Ebe¬≠ne umge¬≠setzt wer¬≠den kann, ein Detail, dass sie in prak¬≠ti¬≠scher Hin¬≠sicht wesent¬≠lich anwend¬≠ba¬≠rer macht als Ver¬≠su¬≠che, die Gesell¬≠schaft als Gan¬≠zes von oben nach unten zu √§ndern. Wie die¬≠ser Pro¬≠zess ver¬≠lau¬≠fen k√∂nn¬≠te, wer¬≠de ich eini¬≠gen der zuk√ľnf¬≠ti¬≠gen Bei¬≠tr√§¬≠ge hier behandeln. 

10. Okto¬≠ber 2007 

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