Auf die¬≠sem Blog wie anders¬≠wo wur¬≠de schon des √Ėfte¬≠ren dar¬≠auf hin¬≠ge¬≠wie¬≠sen, dass die Bereit¬≠schaft, sich den Rea¬≠li¬≠t√§¬≠ten des Hub¬≠bert-Maxi¬≠mums zu stel¬≠len, nicht wenig mit der Bereit¬≠schaft zu tun hat, sich mit dem bevor¬≠ste¬≠hen¬≠den eige¬≠nen Tod abzu¬≠fin¬≠den. Die f√ľnf Pha¬≠sen des Ster¬≠bens, wie sie von Eli¬≠sa¬≠beth K√ľb¬≠ler-Ross in einer Rei¬≠he von Best¬≠sel¬≠lern in den 1970ern beschrie¬≠ben wur¬≠den ‚Äď Nicht¬≠wahr¬≠ha¬≠ben¬≠wol¬≠len, Zorn, Ver¬≠han¬≠deln, Depres¬≠si¬≠on und Akzep¬≠tanz ‚Äď, sind auch in den heu¬≠ti¬≠gen Peak-Oil-Kon¬≠tro¬≠ver¬≠sen eini¬≠ger¬≠ma¬≠√üen h√§u¬≠fig zu beob¬≠ach¬≠ten. Es gibt gute Gr√ľn¬≠de f√ľr die¬≠se Par¬≠al¬≠le¬≠le, denn das Ende des Zeit¬≠al¬≠ters der bil¬≠li¬≠gen und reich¬≠lich vor¬≠han¬≠de¬≠nen Ener¬≠gie hat zur Fol¬≠ge, dass wir uns von vie¬≠len der heu¬≠te gepfleg¬≠ten Ansich¬≠ten und Welt¬≠an¬≠schau¬≠un¬≠gen ver¬≠ab¬≠schie¬≠den m√ľs¬≠sen, und au√üer¬≠dem wird es dazu f√ľh¬≠ren, dass vie¬≠le der heu¬≠te Leben¬≠den fr√ľ¬≠her als erwar¬≠tet ster¬≠ben m√ľssen. 

Mehr als zwan¬≠zig Jah¬≠re sind ver¬≠gan¬≠gen, seit ich mich bei einem der vie¬≠len schlecht bezahl¬≠ten Kurz¬≠zeit¬≠jobs, die ich nach dem Ver¬≠las¬≠sen des Col¬≠le¬≠ge aus¬≠ge¬≠√ľbt habe, in Alten¬≠hei¬≠men um Ster¬≠ben¬≠de gek√ľm¬≠mert habe. Eine n√§he¬≠re Bekannt¬≠schaft mit dem Sen¬≠sen¬≠mann, w√§h¬≠rend die Leu¬≠te um einen her¬≠um auf das Dreh¬≠kreuz am Ende ihres Lebens zuei¬≠len, ist aller¬≠dings eine Lek¬≠ti¬≠on, die man nicht so schnell ver¬≠gisst, und von die¬≠ser War¬≠te aus bin ich nicht ganz sicher, ob die Par¬≠al¬≠le¬≠len nicht noch weit¬≠rei¬≠chen¬≠der sind. Ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re f√§llt auf, dass die¬≠sel¬≠ben f√ľnf Pha¬≠sen ‚Äď oder wenigs¬≠tens die ers¬≠ten drei davon ‚Äď auch cha¬≠rak¬≠te¬≠ris¬≠tisch f√ľr unse¬≠re kol¬≠lek¬≠ti¬≠ve Reak¬≠ti¬≠on auf die Gren¬≠zen des Wachs¬≠tums ins¬≠ge¬≠samt sind. 

Als bei¬≠spiels¬≠wei¬≠se die Dia¬≠gno¬≠se Anfang der 1970er zum ers¬≠ten Mal gestellt wur¬≠de, ver¬≠lief die unmit¬≠tel¬≠ba¬≠re Reak¬≠ti¬≠on wie von K√ľb¬≠ler-Ross vor¬≠her¬≠ge¬≠se¬≠hen: Nicht¬≠wahr¬≠ha¬≠ben¬≠wol¬≠len. Bis zum Ende jenes Jahr¬≠zehnts war aus die¬≠ser Reak¬≠ti¬≠on eine √ľber¬≠w√§l¬≠ti¬≠gen¬≠de poli¬≠ti¬≠sche Kraft gewor¬≠den. ‚ÄúEs wird Mor¬≠gen in Ame¬≠ri¬≠ka‚ÄĚ, ver¬≠k√ľn¬≠de¬≠te Ronald Rea¬≠gan, w√§h¬≠rend sei¬≠ne Arbei¬≠ter die Hei√ü¬≠was¬≠ser-Solar¬≠an¬≠la¬≠ge abris¬≠sen, die Jim¬≠my Car¬≠ter auf dem Dach des Wei¬≠√üen Hau¬≠ses instal¬≠liert hat¬≠te ‚Äď in man¬≠cher¬≠lei Hin¬≠sicht der poli¬≠ti¬≠sche Akt, der die Acht¬≠zi¬≠ger defi¬≠niert. Poli¬≠ti¬≠sche Trick¬≠se¬≠ri¬≠en und das scho¬≠nungs¬≠lo¬≠ses Leer¬≠pum¬≠pen der √Ėlfel¬≠der in Alas¬≠ka und in der Nord¬≠see zwan¬≠gen den √Ėlpreis auf das nied¬≠rigs¬≠te Niveau sei¬≠ner Geschich¬≠te und erlaub¬≠ten der indus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠ten Welt, in einer letz¬≠ten Orgie des Mas¬≠sen¬≠kon¬≠sums zu schwel¬≠gen, dem fina¬≠len Knall¬≠ef¬≠fekt des √úberflusszeitalters. 

Die n√§chs¬≠te Pha¬≠se auf der Lis¬≠te von K√ľb¬≠ler-Ross, der Zorn, stell¬≠te sich p√ľnkt¬≠lich ein, als die Acht¬≠zi¬≠ger den Neun¬≠zi¬≠gern wei¬≠chen muss¬≠ten, und am Ende die¬≠ser Deka¬≠de war wie¬≠der¬≠um eine poli¬≠ti¬≠sche Kraft dar¬≠aus gewor¬≠den, die ihre Gali¬≠ons¬≠fi¬≠gur ins Amt hob, mit ein wenig Unter¬≠st√ľt¬≠zung von feh¬≠ler¬≠haf¬≠ten W√§hl¬≠ma¬≠schi¬≠nen und dem Obers¬≠ten Gericht. Die US-Inva¬≠sio¬≠nen in Afgha¬≠ni¬≠stan und Irak spiel¬≠ten in die¬≠ser neu¬≠en Pha¬≠se die¬≠sel¬≠be Rol¬≠le, die der Abriss der Solar¬≠an¬≠la¬≠ge des Wei¬≠√üen Hau¬≠ses in der alten gespielt hat¬≠te, ein ein¬≠deu¬≠ti¬≠ges Zei¬≠chen daf√ľr, dass die neue Hal¬≠tung in das Ram¬≠pen¬≠licht unse¬≠res natio¬≠na¬≠len Poli¬≠tik¬≠sta¬≠dels ger√ľckt war. Es wird inter¬≠es¬≠sant sein zu beob¬≠ach¬≠ten, ob der Gewin¬≠ner der Wah¬≠len 2008 eine schw√§¬≠che¬≠re Ver¬≠si¬≠on der Poli¬≠tik von Bush II ver¬≠folgt, so wie Nixon in Bezug auf John¬≠son und Bush I in Bezug auf Rea¬≠gan, und das Land mit Pau¬≠ken und Trom¬≠pe¬≠ten p√ľnkt¬≠lich um 2012 her¬≠um in den Orkus f√ľhrt ‚Äď die Geschich¬≠te wie¬≠der¬≠holt sich nicht, wie das Sprich¬≠wort wei√ü, aber manch¬≠mal reimt sie sich aus¬≠ge¬≠spro¬≠chen gut. 

Wie dem auch sei, die Pha¬≠se des Zorns geht lang¬≠sam ihrem Ende ent¬≠ge¬≠gen. Sogar die Mana¬≠ger von √Ėlfir¬≠men erw√§h¬≠nen jetzt das √Ėlf√∂r¬≠der¬≠ma¬≠xi¬≠mum und die glo¬≠ba¬≠le Erw√§r¬≠mung, und die Poli¬≠ti¬≠ker sind nicht mehr ganz so radi¬≠kal ableh¬≠nend und sprin¬≠gen bereits auf den einen oder ande¬≠ren Zug auf ‚Äď Etha¬≠nol, Bio¬≠die¬≠sel und was es sonst noch so alles gibt. Hier¬≠in zeigt sich deut¬≠lich der Beginn der Pha¬≠se des Ver¬≠han¬≠delns. Die¬≠se Pha¬≠se hat gewis¬≠se Vor¬≠tei¬≠le: Wo das Nicht¬≠wahr¬≠ha¬≠ben¬≠wol¬≠len den Tod ver¬≠leug¬≠net und der Zorn einen Schul¬≠di¬≠gen fin¬≠den will, sucht das Ver¬≠han¬≠deln nach Wegen, um den Sen¬≠sen¬≠mann dazu zu brin¬≠gen, sei¬≠ne Mei¬≠nung zu √§ndern. Ich habe schon ander¬≠wei¬≠tig argu¬≠men¬≠tiert, dass die Zeit, in der wir noch Gele¬≠gen¬≠heit gehabt h√§t¬≠ten, Nie¬≠der¬≠gang und Fall der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft zu ver¬≠hin¬≠dern, seit lan¬≠gem ver¬≠stri¬≠chen ist. Das bedeu¬≠tet aller¬≠dings nicht, dass wir den Nie¬≠der¬≠gang nicht abfe¬≠dern und aller¬≠lei Wert¬≠vol¬≠les in dem her¬≠an¬≠na¬≠hen¬≠den Durch¬≠ein¬≠an¬≠der ret¬≠ten k√∂nn¬≠ten, und die¬≠se Zie¬≠le soll¬≠ten momen¬≠tan auf der Tages¬≠ord¬≠nung der indus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠ten Welt ganz oben stehen. 

Der ers¬≠te √úber¬≠gang, den wir, wie ich in ver¬≠schie¬≠de¬≠nen Bei¬≠tr√§¬≠gen hier vor¬≠ge¬≠schla¬≠gen habe, auf der Kur¬≠ve des ‚ÄúLan¬≠gen Abstiegs‚ÄĚ zu erwar¬≠ten haben, wird uns von einer Form der Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft, die auf dem √úber¬≠fluss auf¬≠baut, zu einer ande¬≠ren Form brin¬≠gen, deren zen¬≠tra¬≠les Kenn¬≠zei¬≠chen der Man¬≠gel ist. Die¬≠se Form hat, von eini¬≠gen Bei¬≠spie¬≠len von Kriegs¬≠wirt¬≠schaft abge¬≠se¬≠hen, kei¬≠ne Vor¬≠l√§u¬≠fer, und der √úber¬≠gang dazu wird mit Sicher¬≠heit von vie¬≠ler¬≠lei Fehl¬≠starts und ver¬≠geb¬≠li¬≠chen Ver¬≠su¬≠chen, die Denk¬≠wei¬≠sen der Ver¬≠gan¬≠gen¬≠heit auf die Rea¬≠li¬≠t√§¬≠ten der Zukunft anzu¬≠wen¬≠den, gepr√§gt sein. Trotz¬≠dem ist die¬≠ser √úber¬≠gang kei¬≠nes¬≠wegs unm√∂g¬≠lich, und er wird ver¬≠mut¬≠lich ein¬≠fa¬≠cher zu bewerk¬≠stel¬≠li¬≠gen sein als vie¬≠le ande¬≠re, die uns noch bevorstehen. 

Die Natur der Her¬≠aus¬≠for¬≠de¬≠rung ist nicht all¬≠zu kom¬≠plex. Der wirt¬≠schaft¬≠li¬≠che Rah¬≠men der moder¬≠nen indus¬≠tri¬≠el¬≠len Welt ist auf Wachs¬≠tum aus¬≠ge¬≠rich¬≠tet: unter ande¬≠rem von Waren und Dienst¬≠leis¬≠tun¬≠gen, Tech¬≠no¬≠lo¬≠gie, Ener¬≠gie¬≠ver¬≠brauch, Res¬≠sour¬≠cen¬≠nut¬≠zung und Bev√∂l¬≠ke¬≠rung. Das kann nicht so wei¬≠ter¬≠ge¬≠hen, wenn wir den n√§chs¬≠ten paar Jah¬≠ren immer h√§r¬≠ter an die Gren¬≠zen des Wachs¬≠tums pral¬≠len, und vie¬≠les ‚Äď begin¬≠nend mit dem Wirt¬≠schafts¬≠sys¬≠tem der indus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠ten Welt ‚Äď wird sich ent¬≠spre¬≠chend √§ndern m√ľssen. 

Der Gip¬≠fel¬≠punkt der welt¬≠wei¬≠ten √Ėlf√∂r¬≠de¬≠rung liegt nun schon bei¬≠na¬≠he zwei Jah¬≠re hin¬≠ter uns, und in weni¬≠gen Jah¬≠ren d√ľrf¬≠te es zu erns¬≠ten R√ľck¬≠g√§n¬≠gen der F√∂r¬≠de¬≠rung kom¬≠men. Wie ernst sie sein wer¬≠den, kann man heu¬≠te nur raten, aber wenn man das Absin¬≠ken der F√∂r¬≠de¬≠rung aus bestehen¬≠den Quel¬≠len gegen F√∂r¬≠der¬≠men¬≠gen aus neu¬≠en Fel¬≠dern und unkon¬≠ven¬≠tio¬≠nel¬≠len Quel¬≠len wie √Ėlsand und Bio¬≠die¬≠sel auf¬≠rech¬≠net, soll¬≠te ein R√ľck¬≠gang von 4 bis 5 % j√§hr¬≠lich w√§h¬≠rend des ers¬≠ten Jahr¬≠zehnts wahr¬≠schein¬≠lich sein. Die¬≠ser R√ľck¬≠gang bedeu¬≠tet einen schwe¬≠ren Schlag f√ľr die bestehen¬≠den wirt¬≠schaft¬≠li¬≠chen und sozia¬≠len Sys¬≠te¬≠me. Aber eben¬≠so, wie j√§hr¬≠li¬≠che Erh√∂¬≠hun¬≠gen der F√∂r¬≠der¬≠men¬≠ge von 4 bis 5 % kein Uto¬≠pia geschaf¬≠fen haben, wer¬≠den F√∂r¬≠der¬≠r√ľck¬≠g√§n¬≠ge der¬≠sel¬≠ben Gr√∂¬≠√üen¬≠ord¬≠nung nicht die Apo¬≠ka¬≠lyp¬≠se einl√§uten. 

Ein sehr gro¬≠√üer Pro¬≠zent¬≠an¬≠teil der in einer moder¬≠nen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft ver¬≠wen¬≠de¬≠ten Ener¬≠gie ist letz¬≠ten Endes Ver¬≠schwen¬≠dung. In einer Zeit der bil¬≠li¬≠gen, im √úber¬≠fluss vor¬≠han¬≠de¬≠nen Ener¬≠gie ist es pro¬≠fit¬≠tr√§ch¬≠tig, Ener¬≠gie f√ľr Din¬≠ge ein¬≠zu¬≠set¬≠zen, die wirt¬≠schaft¬≠lich nicht pro¬≠duk¬≠tiv sind, da der Gewinn aus dem Ver¬≠kauf der Ener¬≠gie die kurz¬≠fris¬≠ti¬≠gen Kos¬≠ten der Ver¬≠schwen¬≠dung √ľber¬≠steigt. Der Tou¬≠ris¬≠mus, gera¬≠de heu¬≠te der welt¬≠weit gr√∂√ü¬≠te Indus¬≠trie¬≠zweig, ist ein klas¬≠si¬≠sches Bei¬≠spiel daf√ľr. Eine Stil¬≠le¬≠gung der Tou¬≠ris¬≠mus¬≠bran¬≠che ‚Äď wie von allen betei¬≠lig¬≠ten L√§n¬≠dern des zwei¬≠ten Welt¬≠kriegs vor¬≠ge¬≠macht ‚Äď und die Umlei¬≠tung der heu¬≠te f√ľr den Tou¬≠ris¬≠mus ver¬≠geu¬≠de¬≠ten Res¬≠sour¬≠cen f√ľr ande¬≠re Zwe¬≠cke k√∂nn¬≠ten Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten in die Lage ver¬≠set¬≠zen, einen star¬≠ken R√ľck¬≠gang ihrer Ener¬≠gie¬≠er¬≠zeu¬≠gung zu √ľber¬≠ste¬≠hen, ohne dass die Ver¬≠sor¬≠gung mit lebens¬≠not¬≠wen¬≠di¬≠gen G√ľtern und Dienst¬≠leis¬≠tun¬≠gen gef√§hr¬≠det w√§re. Das¬≠sel¬≠be gilt f√ľr vie¬≠le ande¬≠re Aspek¬≠te unse¬≠rer heu¬≠ti¬≠gen Verschwendungswirtschaft. 

Ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re in Ame¬≠ri¬≠ka macht das schie¬≠re Aus¬≠ma√ü der Ener¬≠gie¬≠ver¬≠schwen¬≠dung enor¬≠me Effi¬≠zi¬≠enz¬≠stei¬≠ge¬≠run¬≠gen zu einer rela¬≠tiv ein¬≠fa¬≠chen Auf¬≠ga¬≠be. Der Durch¬≠schnitts¬≠ame¬≠ri¬≠ka¬≠ner ver¬≠braucht dop¬≠pelt so viel Ener¬≠gie wie der Durch¬≠schnitts¬≠bri¬≠te und drei¬≠mal so viel wie der Durch¬≠schnitt¬≠s¬≠eu¬≠ro¬≠p√§¬≠er, und das, um einen Lebens¬≠stan¬≠dard zu errei¬≠chen, der eini¬≠gen Ma√ü¬≠zah¬≠len zufol¬≠ge nicht ein¬≠mal eben¬≠so hoch ist wie der dor¬≠ti¬≠ge. Jahr¬≠zehn¬≠te kurz¬≠sich¬≠ti¬≠ger Pla¬≠nun¬≠gen und unbe¬≠hol¬≠fe¬≠ner Wirt¬≠schaft¬≠po¬≠li¬≠tik m√ľs¬≠sen in Win¬≠des¬≠ei¬≠le r√ľck¬≠g√§n¬≠gig gemacht wer¬≠den, wenn den Ame¬≠ri¬≠ka¬≠nern klar wird, dass ihre aus¬≠ufern¬≠den Vor¬≠stadt¬≠sied¬≠lun¬≠gen im Nach-Pend¬≠ler-Zeit¬≠al¬≠ter nicht mehr funk¬≠ti¬≠ons¬≠f√§¬≠hig sind, aber die damit ver¬≠bun¬≠de¬≠nen Pro¬≠ble¬≠me sind nicht unl√∂s¬≠bar; die Wie¬≠der¬≠nutz¬≠bar¬≠ma¬≠chung inner¬≠st√§d¬≠ti¬≠scher Wohn¬≠vier¬≠tel und der Wie¬≠der¬≠auf¬≠bau von Nah¬≠ver¬≠kehrs¬≠sys¬≠te¬≠men k√∂nn¬≠ten sogar genau jene neu¬≠en Arbeits¬≠pl√§t¬≠ze bie¬≠ten, die ver¬≠lo¬≠ren¬≠ge¬≠hen, wenn Indus¬≠trien, deren ein¬≠zi¬≠ger Lebens¬≠zweck die Ener¬≠gie¬≠ver¬≠schwen¬≠dung ist, ange¬≠sichts der neu¬≠en, von Knapp¬≠heit bestimm¬≠ten Wirt¬≠schafts¬≠ge¬≠ge¬≠ben¬≠hei¬≠ten untergehen. 

Wie die¬≠se √úber¬≠le¬≠gun¬≠gen nahe legen, d√ľrf¬≠te das lang¬≠sa¬≠me Ver¬≠schwin¬≠den der Ver¬≠schwen¬≠dungs¬≠ge¬≠sell¬≠schaft die meis¬≠ten √∂ko¬≠no¬≠mi¬≠schen Pr√§¬≠mis¬≠sen der letz¬≠ten bei¬≠den Jahr¬≠zehn¬≠te auf den Kopf stel¬≠len. Die Tat¬≠sa¬≠che, dass ein Gro√ü¬≠teil der Kos¬≠ten vie¬≠ler heu¬≠ti¬≠ger Kon¬≠sum¬≠pro¬≠duk¬≠te durch deren Trans¬≠port ver¬≠ur¬≠sacht wird, bedeu¬≠tet das Todes¬≠ur¬≠teil f√ľr die glo¬≠ba¬≠li¬≠sier¬≠te Wirt¬≠schaft, denn in √úber¬≠see her¬≠ge¬≠stell¬≠te G√ľter wer¬≠den letzt¬≠end¬≠lich nicht auf M√§rk¬≠ten bestehen k√∂n¬≠nen, die durch Vor-Ort-Pro¬≠duk¬≠ti¬≠on und regio¬≠na¬≠le Han¬≠dels¬≠net¬≠ze bestimmt sind. Die ers¬≠ten Anzei¬≠chen des neu¬≠en Res¬≠sour¬≠cen¬≠na¬≠tio¬≠na¬≠lis¬≠mus sind bereits jetzt deut¬≠lich sp√ľr¬≠bar, da Ener¬≠gie¬≠re¬≠ser¬≠ven und stra¬≠te¬≠gi¬≠sche Roh¬≠stof¬≠fe immer mehr zum Unter¬≠pfand der poli¬≠ti¬≠schen und mili¬≠t√§¬≠ri¬≠schen Macht wer¬≠den und Regie¬≠run¬≠gen dem¬≠entspre¬≠chend ihre Stra¬≠te¬≠gien √§ndern. Die¬≠ses Ver¬≠hal¬≠ten d√ľrf¬≠te in den kom¬≠men¬≠den Jahr¬≠zehn¬≠ten immer extre¬≠me¬≠re Aus¬≠ma¬≠√üe annah¬≠men, je mehr die Anh√§n¬≠gig¬≠keit von aus¬≠l√§n¬≠di¬≠schen Res¬≠sour¬≠cen zu einer Schlin¬≠ge um den Hals der Nati¬≠on und je mehr die wirt¬≠schaft¬≠li¬≠che Unab¬≠h√§n¬≠gig¬≠keit ‚Äď selbst bei einem dras¬≠tisch gesun¬≠ke¬≠nen Lebens¬≠stan¬≠dard ‚Äď zum Schl√ľs¬≠sel f√ľr das √úber¬≠le¬≠ben wird. 

All¬≠ge¬≠mei¬≠ner k√∂nn¬≠te man sagen, dass das Pen¬≠del der Macht von den mul¬≠ti¬≠na¬≠tio¬≠na¬≠len Gro√ü¬≠un¬≠ter¬≠neh¬≠men, die in den letz¬≠ten Jahr¬≠zehn¬≠ten so enorm ein¬≠fluss¬≠reich waren, zu sol¬≠chen natio¬≠na¬≠len Regie¬≠run¬≠gen schwin¬≠gen k√∂nn¬≠te, die bereit sind, mili¬≠t√§¬≠ri¬≠sche Macht ein¬≠zu¬≠set¬≠zen, um ihre ter¬≠ri¬≠to¬≠ria¬≠le Inte¬≠gri¬≠t√§t und den Zugang zu Res¬≠sour¬≠cen zu wah¬≠ren. Wenn der Gro√ü¬≠teil der trans¬≠na¬≠tio¬≠na¬≠len Res¬≠sour¬≠cen¬≠trans¬≠fers zwi¬≠schen Regie¬≠run¬≠gen ent¬≠spre¬≠chend dem Kal¬≠k√ľl des poli¬≠ti¬≠schen Vor¬≠teils aus¬≠ge¬≠han¬≠delt und nicht mehr auf dem offe¬≠nen Markt nach dem Prin¬≠zip des h√∂chs¬≠ten Gebots abge¬≠wi¬≠ckelt wird, wer¬≠den die¬≠je¬≠ni¬≠gen, deren ein¬≠zi¬≠ge Macht¬≠quel¬≠le ihr Geld ist, ihren Ein¬≠fluss immer wei¬≠ter schwin¬≠den sehen. Im Gegen¬≠zug wer¬≠den eben jene Regie¬≠run¬≠gen, die das neue Macht¬≠kal¬≠k√ľl am bes¬≠ten beherr¬≠schen, auch die Her¬≠ren des Zeit¬≠al¬≠ters der indus¬≠tri¬≠el¬≠len Man¬≠gel¬≠ge¬≠sell¬≠schaft sein. 

Aber wel¬≠chen Ver¬≠lauf die Ereig¬≠nis¬≠se auch neh¬≠men ‚Äď das Zeit¬≠al¬≠ter der indus¬≠tri¬≠el¬≠len Man¬≠gel¬≠ge¬≠sell¬≠schaft wird einen eben¬≠so vor¬≠√ľber¬≠ge¬≠hen¬≠den Cha¬≠rak¬≠ter haben wie das dadurch abge¬≠l√∂s¬≠te Zeit¬≠al¬≠ter der indus¬≠tri¬≠el¬≠len √úber¬≠fluss¬≠ge¬≠sell¬≠schaft. Solan¬≠ge es anh√§lt, wer¬≠den der Zugang zu fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fen und ande¬≠ren nicht erneu¬≠er¬≠ba¬≠ren Res¬≠sour¬≠cen der Schl√ľs¬≠sel zu inter¬≠na¬≠tio¬≠na¬≠ler Macht und natio¬≠na¬≠lem √úber¬≠le¬≠ben sein, aber aus eben die¬≠sem Grund wird die Ersch√∂p¬≠fung der fos¬≠si¬≠len Brenn¬≠stof¬≠fe und ande¬≠rer nicht erneu¬≠er¬≠ba¬≠rer Res¬≠sour¬≠cen uner¬≠bitt¬≠lich wei¬≠ter vor¬≠an¬≠schrei¬≠ten. Wenn die Res¬≠sour¬≠cen¬≠ver¬≠f√ľg¬≠bar¬≠keit in einer Nati¬≠on nach der ande¬≠ren unter das Mini¬≠mal¬≠ni¬≠veau f√ľr den Erhalt einer Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaft sinkt, wer¬≠den die indus¬≠tria¬≠li¬≠sier¬≠ten Volks¬≠wirt¬≠schaf¬≠ten sich auf¬≠l√∂¬≠sen und Platz f√ľr ande¬≠re Wirt¬≠schafts¬≠for¬≠men machen ‚Äď in den Begrif¬≠fen, die ich in ver¬≠schie¬≠de¬≠nen Bei¬≠tr√§¬≠gen hier benutzt habe, aus¬≠ge¬≠dr√ľckt, han¬≠delt es sich um sera¬≠le Sta¬≠di¬≠en im Suk¬≠zes¬≠si¬≠ons¬≠pro¬≠zess, der zu den √∂ko¬≠tech¬≠ni¬≠schen Gesell¬≠schaf¬≠ten der Zukunft f√ľhrt. 

Schwer zu beant¬≠wor¬≠ten ist die Fra¬≠ge, wel¬≠che der der¬≠zei¬≠ti¬≠gen Indus¬≠trie¬≠ge¬≠sell¬≠schaf¬≠ten den √úber¬≠gang zur indus¬≠tri¬≠el¬≠len Man¬≠gel¬≠ge¬≠sell¬≠schaft bew√§l¬≠ti¬≠gen k√∂n¬≠nen und wel¬≠che unter der Belas¬≠tung zusam¬≠men¬≠bre¬≠chen wer¬≠den. F√ľr die Ver¬≠ei¬≠nig¬≠ten Staa¬≠ten ste¬≠hen bei¬≠de Wege offen. Es w√§re ein sel¬≠te¬≠ner Fall, dass sich eine Gesell¬≠schaft, die sich unter ganz bestimm¬≠ten wirt¬≠schaft¬≠li¬≠chen Bedin¬≠gun¬≠gen an die Spit¬≠ze des Ren¬≠nens set¬≠zen konn¬≠te, die¬≠sen Sta¬≠tus bei¬≠be¬≠hal¬≠ten kann, wenn sich die¬≠se Bedin¬≠gun¬≠gen fun¬≠da¬≠men¬≠tal √§ndern, und die gl√ľ¬≠hen¬≠de Hin¬≠ga¬≠be unse¬≠rer Nati¬≠on an die √Ėko¬≠no¬≠mie der Ver¬≠schwen¬≠dung hat fei¬≠ne Belas¬≠tungs¬≠ris¬≠se √ľber¬≠all in ihrer wirt¬≠schaft¬≠li¬≠chen, sozia¬≠len und poli¬≠ti¬≠schen Struk¬≠tur ver¬≠ur¬≠sacht; der Zusam¬≠men¬≠fall des der¬≠zei¬≠ti¬≠gen ame¬≠ri¬≠ka¬≠ni¬≠schen Welt¬≠reichs ist daher eine aus¬≠ge¬≠mach¬≠te Sache. Wenn die n√§chs¬≠te Genera¬≠ti¬≠on ame¬≠ri¬≠ka¬≠ni¬≠scher Poli¬≠ti¬≠ker au√üer¬≠ge¬≠w√∂hn¬≠lich schlau ist und eben¬≠sol¬≠ches Gl√ľck hat, k√∂nn¬≠ten wir die Kur¬≠ve des impe¬≠ria¬≠len Nie¬≠der¬≠gangs viel¬≠leicht in etwa so bequem hin¬≠ab¬≠schlid¬≠dern wie es uns Gro√ü¬≠bri¬≠tan¬≠ni¬≠en vor¬≠ge¬≠macht hat. Falls nicht, k√∂nn¬≠te uns eines der √ľbli¬≠chen Enden f√ľr Welt¬≠rei¬≠che bevor¬≠ste¬≠hen, von der Sta¬≠gna¬≠ti¬≠on √ľber die Kon¬≠trak¬≠ti¬≠on bis hin zu Alp¬≠traum¬≠sze¬≠na¬≠ri¬≠en des poli¬≠tisch-mili¬≠t√§¬≠ri¬≠schen Zusam¬≠men¬≠bruchs und der Tei¬≠lung durch feind¬≠li¬≠che M√§chte. 

Dies ist einer der Gr√ľn¬≠de daf√ľr, dass es f√ľr Ame¬≠ri¬≠ka¬≠ner aller Far¬≠ben des poli¬≠ti¬≠schen Spek¬≠trums n√ľtz¬≠lich w√§re, m√∂g¬≠lichst bald die schlech¬≠te Ange¬≠wohn¬≠heit auf¬≠zu¬≠ge¬≠ben, den poli¬≠ti¬≠schen Geg¬≠ner zu d√§mo¬≠ni¬≠sie¬≠ren und sich in selbst¬≠ge¬≠rech¬≠tem Zorn zu suh¬≠len, und statt¬≠des¬≠sen nach kon¬≠struk¬≠ti¬≠ven Optio¬≠nen zu suchen. Die Zeit des Ver¬≠han¬≠delns, wenn Vor¬≠be¬≠rei¬≠tun¬≠gen f√ľr die schwie¬≠ri¬≠ge vor uns lie¬≠gen¬≠de Zukunft noch am bes¬≠ten m√∂g¬≠lich sind, wird nicht ewig w√§h¬≠ren. Die ame¬≠ri¬≠ka¬≠ni¬≠sche Kul¬≠tur neigt immer zu Extre¬≠men: Sowohl das Nicht¬≠wahr¬≠ha¬≠ben, das die Sieb¬≠zi¬≠ger und Acht¬≠zi¬≠ger blind mach¬≠te, wie auch der Zorn, der sich in den Neun¬≠zi¬≠gern und heu¬≠te bis zur Wei√ü¬≠glut ent¬≠fach¬≠te, waren von ver¬≠schwen¬≠de¬≠ri¬≠schen Aus¬≠ma¬≠√üen. Die Pha¬≠se des Ver¬≠han¬≠delns k√∂nn¬≠te ihnen gleich¬≠kom¬≠men, und dies d√ľrf¬≠te aller Wahr¬≠schein¬≠lich¬≠keit nach auch f√ľr die ‚Äď wirt¬≠schaft¬≠li¬≠che, sozia¬≠le und spi¬≠ri¬≠tu¬≠el¬≠le ‚Äď Depres¬≠si¬≠on gel¬≠ten, die sich ein¬≠stellt, wenn klar wird, dass mit dem Sen¬≠sen¬≠mann nicht mehr zu ver¬≠han¬≠deln ist. Wir k√∂n¬≠nen nur hof¬≠fen, dass die Akzep¬≠tanz, wenn sie denn kommt, √§hn¬≠li¬≠cher gran¬≠dio¬≠ser Art sein wird. 

17. Okto¬≠ber 2007 

http://thearchdruidreport.blogspot.com/2007/10/age-of-scarcity-industrialism.html